Fr

22

Jun

2012

Energie und Zukunft

Am Thema Energie hängt unsere ganze Zukunft. Wenn wir es nicht in kürzester Zeit schaffen, anders zu denken und zu handeln, ist es zu spät. Und am Ende stehen dann wieder die Atomkraftwerke, die keiner will.

 

Wer hat Lust, in der Aktivgruppe ENERGIE mitzumachen und aktiv zu werden für eine neue Zukunft?

 

energie@friedensband.de

Fr

22

Jun

2012

Ysselsteyn - 32.000 Kreuze

So weit das Auge reicht - Kreuze. Und unter jedem liegt ein Mensch. Es sind junge, teilweise nur 1 Tag alte, oder Kindersoldaten, 14 Jahre alt. Sie sind im 2. Weltkrieg in den Niederlanden gestorben. Sie waren Soldaten und Opfer von Soldaten.

 

Workshop-Wochenende

 

In Workshops bearbeiten wir Fragen nach der Gewalt. Wo kommt sie her, warum steckt sie in uns und wie können wir damit umgehen?

 

Eine große Rolle spielt auch immer wieder sexuelle Gewalt. Wo fängt sie an und gehen wir damit um, was können wir dagegen tun?

 

Wenn ihr ein spannendes Wochenende haben wollt, meldet euch

ysselsteyn@friedensband.de

Do

21

Jun

2012

Aktivgruppe Kindersoldaten

Kinder sind keine Soldaten

 

Es ist unglaublich, aber 250.000 Kinder müssen in den Kriegen der Erwachsenen kämpfen. Werdet Teil einer Aktivgruppe, die bundesweit Aktionen organisiert. Mehr zur Aktion auf der Webseite www.aktion-rote-hand.de

 

Aktion

 

Wir möchten im Februar in allen Rathäusern die Rote-Hand-Aktion machen. Die Politiker sollen sich mit dem Schicksal der Kindersoldaten auseinandersetzen und sich bereit erklären, aktiv zu werden. Wer möchte mitmachen bei der Planung und bei Aktionen in eurer Stadt?

 

Meldet euch unter kindersoldaten@friedensband.de

Do

21

Jun

2012

Von der EM zur WM

Die Hersteller achten sehr darauf, die internationalen Abkommen einzuhalten. Sie weisen gern nach, dass sie Verträge mit den Fabriken in den jeweiligen Ländern geschlossen haben, in denen rückhaltlos die Einhaltung der Sozialstandards festgeschrieben ist. Sie zahlen die landesüblichen Mindestlöhne - manchmal sogar mehr -  und halten die maximale Arbeitsstundenzahl pro Woche ein.

Das alles wollen wir als richtig unterstellen und gar nicht anzweifeln. Fest steht dennoch, dass die Familien sich von den gezahlten Löhnen nicht ernähren können und die Kinder dazuverdienen müssen. Wenn sich die Hersteller darauf berufen, dass sie die Gesetze und Sozialregeln des jeweiligen Landes und der internationalen Abkommen einhalten, die Familien aber trotzdem davon nicht leben können, stimmt etwas nicht. Insbesondere die Zukunft der Kinder bleibt weitgehend unberücksichtigt.

Nike zeigte 2008, wie wenig Verantwortung der Konzern für die ArbeiterInnen in Sialkot tragen will. Aufgrund eines Verdachts von Kinderarbeit kündigte Nike den Vertrag mit seinem größten Hersteller von Fußbällen in Sialkot. Die Produktion konnte erstaunlicherweise ohne Produktionsverlust in China weiter gehen.

Ziel

Mit Schulprojekte alle Kinder in die Schule bringen
Auch wenn die Bälle in Zukunft nicht mehr von Hand genäht, sondern geklebt werden, bleibt die Verantwortung für die Menschen, die in den letzten 50 Jahren für den Wohlstand der Hersteller gesorgt haben. Entsprechende Sozialprogramme müssen den Umstieg begleiten.

Bildungsarbeit
Schulen und Jugendeinrichtungen in NRW nehmen das Thema auf, Jugendliche beschäftigen sich mit den wirtschaftlichen und sozialen Umbrüchen in der Wirtschaft in Pakistan, China und in südamerikanischen Ländern. Sie lernen darüber auch Auswüchse in Deutschland zu beachten und sich gegen Ausbeutung in ihrem eigenen Berufsleben zu wehren (Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften).

Aktion

Ligavereine als Partner
Jugendliche schreiben die Ligavereine an. Sie fordern die Mannschaften auf, eine Erklärung zu unterzeichnen, dass sie mit fairen Bällen spielen und fair hergestellte Sportbekleidung tragen wollen. Fair heißt, dass die Menschen, die sie herstellen, von ihrem Lohn leben können und dass ihre Kinder zur Schule gehen können.

Aktion fairer Einkauf
Die Jugendlichen fragen in den Geschäften ihrer Umgebung nach fair gehandelten Produkten (Aktion mit GEPA und TRANSFAIR). Wenn sie Sportbekleidung oder Bälle der großen Hersteller kaufen wollen, fragen sie, wie sie hergestellt wurden und wie die Menschen in den Herkunftsländern leben. Sie bestehen darauf, Auskunft zu bekommen.

Unterstützer
terre des hommes, Kindernothilfe, Welthungerhilfe, UNICEF, Brot für die Welt

Forderungen

Letzteres soll Maßstab für die Wirksamkeit der Aktion sein: Die Hersteller sollen nachweisen, dass die Kinder zur Schule gehen. Sie sollen Anreize schaffen. Das kann dadurch geschehen, dass die Kinder für den Schulbesuch bezahlt werden – also Schulgeld bekommen. Ein Anreiz für die Kinder wie für die Eltern.

Weitere wichtige Forderung: Die Hersteller sollen in den Regionen nachhaltig dafür sorgen, dass Wohlstand entsteht. Die Kinder ab 15 Jahren sollen Berufsschulunterricht bekommen. Dies würde die bisherige Schulbildung ergänzen und zu einer Qualifizierung führen, die auch den Herstellern zu Gute käme. Besser ausgebildete MitarbeiterInnen würde auch die Qualität und Zukunftsfähigkeit der Herstellprozesse gewährleisten.

Do

31

Mai

2012

Peace Makers - Brief an Puma

an  Puma.Safe, Diana Kühl
Pressekonferenz zum Welttag gegen Kinderarbeit

 

 

Sehr geehrte Frau Kühl,

 

hiermit möchten wir Sie herzlich zu unserer Pressekonferenz zum internationalen "Welttag gegen Kinderarbeit" einladen, den die die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) seit 2002 alljährlich am 12. Juni begeht.

 

Ort:      Städtische Realschule Kerpen, Klasse 6 c/d, Bruchhöhe 27, 50170 Kerpen

Zeit:    12. Juni 2012 – 10.35 bis 11.20 Uhr

 

Wir haben Ihnen im November letzten Jahres einen Brief geschrieben, der von Ihnen am 30.1.2012 beantwortet wurde. Die eigentliche Frage blieb dabei unbeantwortet:

 

„Ihre Firma sagt zwar, dass für ihr Label keine Kinderarbeit benutzt wird. Wir würden Ihnen das gerne glauben, bitten Sie aber, uns mitzuteilen, ob die Kinder der Ballnäher, denn statt zu arbeiten auch wirklich in die Schule gehen. Gibt es überhaupt genug Schulen für diese Kinder? Sie wissen ebenso wie wir, dass die Armut langfristig nur durch eine ausreichende Bildung bekämpft werden kann. Deswegen reicht es uns nicht, wenn Sie sagen, dass Kinder unter 15 Jahren in Ihren Fabriken nicht arbeiten. sind Sie sich sicher, dass dies auch nicht heimlich passiert? Noch wichtiger ist wohl die Frage: Verdienen die Eltern genug, um die Kinder in die Schulen zu schicken oder arbeiten ihre Kinder wohl möglich nun unter noch schlechteren Bedingungen in anderen Jobs? Aus dem fairen Handel wissen wir, dass dort nur Eltern beschäftigt werden, die ihre Kinder in die Schule schicken. Wie handhaben Sie das bei Ihren Ballnähern?“

 

 

 

Wir möchten noch einmal ein wenig ausführlicher auf das Thema eingehen.

 

 

Puma tut viel!

 

Wir stellen nicht in Zweifel, dass Puma das Problem ernst genommen hat und von sich aus viel getan hat, die Situation für die Menschen in Pakistan zu verbessern.

 

Zitat 12-01-30 PUMA: „Die PUMA SE hat 1993 einen Verhaltenskodes eingeführt, der für alle Zulieferbetriebe von PUMA die Achtung von Mindeststandards auf Basis der Menschrechte fordert, jegliche Beschäftigung von Kindern unter 15 Jahren untersagt, Respektierung der Gleichheit verlangt und die Zahlung aller gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlöhne und Zuschläge (z.B. für Überstunden) regelt. Der PUMA Verhaltenskodex ist rechtsverbindlicher Bestandteil unserer Lieferverträge und hängt weltweit bei allen Hersteller-Betrieben sichtbar für alle Arbeitnehmer in der jeweiligen Landessprache aus.“

Nun fragen wir uns, ob das reicht und ob es notwendig ist, mehr zu tun. Wir glauben dabei, dass es sich nicht um utopisch anmutende Summen handelt, die dabei aufzuwenden wären.

 

 

Frage: Warum müssen die Kinder arbeiten?

 

Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass das Problem Kinderarbeit nach deren Verbot in Pakistan positiv gelöst ist. Aber dann lasen wir im SPIEGEL:

 

Zitat SPIEGEL-Artikel vom 15.3.2010: Die Eltern schicken ihre Kinder jetzt in die Ziegelbrennereien und in die Metall verarbeitende Industrie, dort schert sich niemand um das Image. Irgendwie müssen die Familien ja überleben. Die Manager der Sportfirmen wissen das, aber man will die Wünsche der westlichen Konzerne erfüllen, die Käufer der teuren Bälle möchten das Geld schließlich mit gutem Gewissen ausgeben. Dass jetzt direkt neben der Nähfirma Danayal junge Mädchen Ziegelsteine schleppen, ahnt der Kunde im Sportgeschäft ja nicht. "Bei uns hatten es die Zehn- oder Zwölfjährigen dagegen richtig gut", sagt ein Manager, der seinen Namen nicht genannt wissen möchte. "Sie haben bei uns ein Handwerk gelernt, das ihnen ein Leben lang ihre Einkünfte gesichert hat. Jetzt gibt es kaum noch Nachwuchs, wir haben Schwierigkeiten, gute Näher zu finden."

 

Nach unseren Informationen sind die Lebenshaltungskosten im in den letzten 10 Jahren im zweistelligen Bereich gestiegen. Für die betroffenen Arbeiterinnen und Arbeiter öffnet sich damit eine Schere, die sie dazu zwingt, ihre Kinder arbeiten zu lassen, damit die Familie überleben kann.

 

 

Frage: Wie viel verdienen die Erwachsenen?

 

 

 

 

 

 

 

Zitat SPIEGEL 15.3.2010: „Gleich am Eingang hängt ein Zettel, bedruckt mit den aktuellen Tarifen. Je nach Modell zahlt ihm sein Arbeitgeber pro Ball 55 bis 63 Rupien, also 47 bis 55 Cent. "An einem guten Tag schaffe ich sechs Stück", sagt Shaukat. Acht Stunden lang hat er dann dagesessen und gearbeitet. "Das ist nicht viel Geld", sagt er, während er die Nadel durch das dicke Kunstleder sticht und zwei Flicken vernäht.“

 

Wir haben eine Promotion von Jörg Zimmermann im Jahre 2006 zur Fußballproduktion in Pakistan gefunden.

 

Zitat Jörg Zimmermann: …"dass die Stücklöhne für einen Fußball in den vergangenen zehn Jahren von umgerechnet 0,56 Euro auf 0,51 Euro gesunken sind."

 

Bitte teilen Sie uns mit, wie sich der Verlauf der Entlohnung der Arbeiterinnen und Arbeiter im Laufe der letzten 10 Jahre entwickelt hat.

 

 

Frage: Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten in Pakistan

 

Wir haben große Sorge, dass steigende Lebensmittelpreise in Pakistan die Menschen in die Armut treiben.

 

Zitat 10-05 TRANSFAIR. Armut ist ein weitverbreitetes Problem in Pakistan. Es wird geschätzt, dass über 30 Prozent der Bevölkerung des Landes unter der Armutsgrenze leben. Sialkot ist dicht bevölkert, und rund 40.000 Menschen sind in der Sportballindustrie beschäftigt. Die Betriebe in der Sportballherstellung werden immer wieder entschuldigt, schlechte Löhne zu zahlen, schlechte Arbeitsbedingungen zu bieten und Kinder illegal zu beschäftigen. Diese werden zur Arbeit gezwungen, weil die Löhne der Erwachsenen oft nicht ausreichen, eine Familie zu ernähren.

 

Bitte teilen Sie uns mit, wie sich die Lebenshaltungskosten in Sialkot im Laufe der letzten 10 Jahre tatsächlich entwickelt haben.

 

 

Frage: Was verdient Puma?

 

Wir sehen eine große Diskrepanz zwischen den Gewinnergebnissen von PUMA und der unglaublichen Not in Pakistan. Bitte teilen Sie uns mit, wie sich die Gewinne in den letzten 10 Jahren entwickelt haben.

 

 

Frage: Was könnte Puma ändern?

 

Wir haben eine Idee und möchten Ihnen vorschlagen, einen kleinen Teil Ihres Gewinns zusätzlich für die Entwicklung von Maßnahmen zur Verfügung zu stellen, die Kinderarbeit nachhaltig verhindert. Wir wissen nicht, ob dies ein sinnvoller Vorschlag ist und ob dadurch genug Geld zusammen kommt, um die Situation zu verändern.

 

 

 

 

 

Vielleicht wäre möglich, dass Kinder, die zur Schule gehen, „Schulgeld“ bekommen, so dass den Eltern der Verdienstausfall erleichtert wird.

 

Gern würden wir das mit Ihnen besprechen. So geht es auch in diesem Fall nicht um eine Konfrontation mit Puma, sondern um den Versuch, einen Lösungsweg zu finden.

 

Wir hoffen sehr, dass Sie am 12. Juni in Kerpen bei der Pressekonferenz dabei sein können.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Die Aktivgruppe PEACEMAKERS

 

 

Dieser Brief wurde im Sinne der Aktivgruppe Peacemakers verfasst von Günter Haverkamp, Aktion Weißes Friedensband e.V., Tel. 0211-9945137, haverkamp@friedensband.de

 

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Do

31

Mai

2012

Peace Makers - Brief an Nike

an Nike, Mark Pinger, General Manager

Pressekonferenz zum Welttag gegen Kinderarbeit

 

Sehr geehrter Herr Pinger,

 

hiermit möchten wir Sie herzlich zu unserer Pressekonferenz zum internationalen "Welttag gegen Kinderarbeit" einladen, den die die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) seit 2002 alljährlich am 12. Juni begeht.

 

Ort:      Städtische Realschule Kerpen, Klasse 6 c/d, Bruchhöhe 27, 50170 Kerpen

Zeit:    12. Juni 2012 – 10.35 bis 11.20 Uhr

 

Wir haben Ihnen im November letzten Jahres einen Brief geschrieben, der bis heute noch nicht beantwortet wurde:

 

„Ihre Firma sagt zwar, dass für ihr Label keine Kinderarbeit benutzt wird. Wir würden Ihnen das gerne glauben, bitten Sie aber, uns mitzuteilen, ob die Kinder der Ballnäher, denn statt zu arbeiten auch wirklich in die Schule gehen. Gibt es überhaupt genug Schulen für diese Kinder? Sie wissen ebenso wie wir, dass die Armut langfristig nur durch eine ausreichende Bildung bekämpft werden kann. Deswegen reicht es uns nicht, wenn Sie sagen, dass Kinder unter 15 Jahren in Ihren Fabriken nicht arbeiten. sind Sie sich sicher, dass dies auch nicht heimlich passiert? Noch wichtiger ist wohl die Frage: Verdienen die Eltern genug, um die Kinder in die Schulen zu schicken oder arbeiten ihre Kinder wohl möglich nun unter noch schlechteren Bedingungen in anderen Jobs? Aus dem fairen Handel wissen wir, dass dort nur Eltern beschäftigt werden, die ihre Kinder in die Schule schicken. Wie handhaben Sie das bei Ihren Ballnähern?“

 

Wir möchten noch einmal ein wenig ausführlicher auf das Thema eingehen.

Frage: Warum müssen die Kinder arbeiten?

 

Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass das Problem Kinderarbeit nach deren Verbot in Pakistan positiv gelöst ist. Aber dann lasen wir im SPIEGEL:

 

Zitat SPIEGEL-Artikel vom 15.3.2010: Die Eltern schicken ihre Kinder jetzt in die Ziegelbrennereien und in die Metall verarbeitende Industrie, dort schert sich niemand um das Image. Irgendwie müssen die Familien ja überleben. Die Manager der Sportfirmen wissen das, aber man will die Wünsche der westlichen Konzerne erfüllen, die Käufer der teuren Bälle möchten das Geld schließlich mit gutem Gewissen ausgeben. Dass jetzt direkt neben der Nähfirma Danayal junge Mädchen Ziegelsteine schleppen, ahnt der Kunde im Sportgeschäft ja nicht. "Bei uns hatten es die Zehn- oder Zwölfjährigen dagegen richtig gut", sagt ein Manager, der seinen Namen nicht genannt wissen möchte. "Sie haben bei uns ein Handwerk gelernt, das ihnen ein Leben lang ihre Einkünfte gesichert hat. Jetzt gibt es kaum noch Nachwuchs, wir haben Schwierigkeiten, gute Näher zu finden."

 

Nach unseren Informationen sind die Lebenshaltungskosten im gleichen Zeitraum im zweistelligen Bereich gestiegen. Für die betroffenen Arbeiterinnen und Arbeiter öffnet sich damit eine Schere, die sie dazu zwingt, ihre Kinder arbeiten zu lassen, damit die Familie überleben kann.

 

 

Frage: Wie viel verdienen die Erwachsenen?

 

Zitat SPIEGEL 15.3.2010: „Gleich am Eingang hängt ein Zettel, bedruckt mit den aktuellen Tarifen. Je nach Modell zahlt ihm sein Arbeitgeber pro Ball 55 bis 63 Rupien, also 47 bis 55 Cent. "An einem guten Tag schaffe ich sechs Stück", sagt Shaukat. Acht Stunden lang hat er dann dagesessen und gearbeitet. "Das ist nicht viel Geld", sagt er, während er die Nadel durch das dicke Kunstleder sticht und zwei Flicken vernäht.“

 

Wir haben eine Promotion von Jörg Zimmermann im Jahre 2006 zur Fußballproduktion in Pakistan gefunden.

 

Zitat Jörg Zimmermann: …"dass die Stücklöhne für einen Fußball in den vergangenen zehn Jahren von umgerechnet 0,56 Euro auf 0,51 Euro gesunken sind."

 

Bitte teilen Sie uns mit, wie sich der Verlauf der Entlohnung der Arbeiterinnen und Arbeiter im Laufe der letzten 10 Jahre entwickelt hat.

 

 

Frage: Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten in Pakistan

 

Wir haben große Sorge, dass steigende Lebensmittelpreise in Pakistan die Menschen in die Armut treiben.

 

Zitat 10-05 TRANSFAIR. Armut ist ein weitverbreitetes Problem in Pakistan. Es wird geschätzt, dass über 30 Prozent der Bevölkerung des Landes unter der Armutsgrenze leben. Sialkot ist dicht bevölkert, und rund 40.000 Menschen sind in der Sportballindustrie beschäftigt. Die Betriebe in der Sportballherstellung werden immer wieder entschuldigt, schlechte Löhne zu zahlen, schlechte Arbeitsbedingungen zu bieten und Kinder illegal zu beschäftigen. Diese werden zur Arbeit gezwungen, weil die Löhne der Erwachsenen oft nicht ausreichen, eine Familie zu ernähren.

 

Bitte teilen Sie uns mit, wie sich die Lebenshaltungskosten in Sialkot im Laufe der letzten 10 Jahre tatsächlich entwickelt haben.

 

 

Frage: Was verdient Nike?

 

Bitte teilen Sie uns mit, wie viel Nike in den letzten 10 Jahren verdient hat. Wir möchten es gern in Relation zu den Lebenshaltungskosten in Sialkot setzen.

 

 

Frage: Was könnte Nike ändern?

 

Wir haben eine Idee und möchten Ihnen vorschlagen, einen kleinen Teil Ihres Gewinns zusätzlich für die Entwicklung von Maßnahmen zur Verfügung zu stellen, die Kinderarbeit nachhaltig verhindert. Wir wissen nicht, ob dies ein sinnvoller Vorschlag ist und ob dadurch genug Geld zusammen kommt, um die Situation zu verändern.

 

Vielleicht wäre möglich, dass Kinder, die zur Schule gehen, „Schulgeld“ bekommen, so dass den Eltern der Verdienstausfall erleichtert wird.

 

Gern würden wir das mit Ihnen besprechen. So geht es auch in diesem Fall nicht um eine Konfrontation mit Nike, sondern um den Versuch, einen Lösungsweg zu finden.

 

Wir hoffen sehr, dass Sie am 12. Juni in Kerpen bei der Pressekonferenz dabei sein können.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Die Aktivgruppe PEACEMAKERS

 

 

Dieser Brief wurde im Sinne der Aktivgruppe Peacemakers verfasst von Günter Haverkamp, Aktion Weißes Friedensband e.V., Tel. 0211-9945137, haverkamp@friedensband.de

 

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Do

31

Mai

2012

Peace Makers - Brief an Adidas

an ADIDAS, Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender

Pressekonferenz zum Welttag gegen Kinderarbeit

 

Sehr geehrter Herr Hainer,

 

hiermit möchten wir Sie herzlich zu unserer Pressekonferenz zum internationalen "Welttag gegen Kinderarbeit" einladen, den die die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) seit 2002 alljährlich am 12. Juni begeht.

 

Ort:      Städtische Realschule Kerpen, Klasse 6 c/d, Bruchhöhe 27, 50170 Kerpen

Zeit:    12. Juni 2012 – 10.35 bis 11.20 Uhr

 

 

Wir haben Ihnen im November letzten Jahres einen Brief geschrieben, der bis heute noch nicht beantwortet wurde:

 

„Ihre Firma sagt zwar, dass für ihr Label keine Kinderarbeit benutzt wird. Wir würden Ihnen das gerne glauben, bitten Sie aber, uns mitzuteilen, ob die Kinder der Ballnäher, denn statt zu arbeiten auch wirklich in die Schule gehen. Gibt es überhaupt genug Schulen für diese Kinder? Sie wissen ebenso wie wir, dass die Armut langfristig nur durch eine ausreichende Bildung bekämpft werden kann. Deswegen reicht es uns nicht, wenn Sie sagen, dass Kinder unter 15 Jahren in Ihren Fabriken nicht arbeiten. sind Sie sich sicher, dass dies auch nicht heimlich passiert? Noch wichtiger ist wohl die Frage: Verdienen die Eltern genug, um die Kinder in die Schulen zu schicken oder arbeiten ihre Kinder wohl möglich nun unter noch schlechteren Bedingungen in anderen Jobs? Aus dem fairen Handel wissen wir, dass dort nur Eltern beschäftigt werden, die ihre Kinder in die Schule schicken. Wie handhaben Sie das bei Ihren Ballnähern?“

 

Wir möchten noch einmal ein wenig ausführlicher auf das Thema eingehen.

 

 

 

Adidas tut viel!

 

Wir stellen nicht in Zweifel, dass Adidas das Problem ernst genommen hat und von sich aus viel getan hat, die Situation für die Menschen in Pakistan zu verbessern.

 

Zitat 10-05 ADIDAS: Die adidas Gruppe hat sich einen eigenen Verhaltenskodex, die „Workplace Standards” auferlegt, dessen Einhaltung und Überwachung von einem eigens hierfür aufgebauten Experten-Team über alle Marken der adidas Gruppe hinweg koordiniert wird. Die Standards orientieren sich an den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) und folgen dem Verhaltenskodex des Weltverbandes der Sportartikelindustrie (WFSGI). Sie enthalten klare Verhaltensregeln hinsichtlich umwelt- und gesundheitsverträglicher Arbeitsbedingungen, einer angemessenen Entlohnung und Koalitionsfreiheit, der Unterbindung extremer Überstunden und Zwangs- und Kinderarbeit sowie dem Schutz vor Diskriminierung. Die „Workplace Standards“ helfen uns, Geschäftspartner auszuwählen, die mit unseren Werten übereinstimmende Arbeitsplatzstandards und Geschäftspraktiken erfüllen und solche abzulehnen, die dies nicht tun. Als Leitsätze helfen sie uns darüber hinaus, potentielle Probleme zu erkennen und diese dann gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern zu lösen. Zusammen mit unseren Lieferanten arbeiten wir aktiv an positiven Veränderungen, anstatt nur die Standards zu überprüfen.

 

Nun fragen wir uns, ob das reicht und ob es notwendig ist, mehr zu tun. Wir glauben dabei, dass es sich nicht um utopisch anmutende Summen handelt, die dabei aufzuwenden wären.

 

 

Frage: Warum müssen die Kinder arbeiten?

 

Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass das Problem Kinderarbeit nach deren Verbot in Pakistan positiv gelöst ist. Aber dann lasen wir im SPIEGEL:

 

Zitat SPIEGEL-Artikel vom 15.3.2010: Die Eltern schicken ihre Kinder jetzt in die Ziegelbrennereien und in die Metall verarbeitende Industrie, dort schert sich niemand um das Image. Irgendwie müssen die Familien ja überleben. Die Manager der Sportfirmen wissen das, aber man will die Wünsche der westlichen Konzerne erfüllen, die Käufer der teuren Bälle möchten das Geld schließlich mit gutem Gewissen ausgeben. Dass jetzt direkt neben der Nähfirma Danayal junge Mädchen Ziegelsteine schleppen, ahnt der Kunde im Sportgeschäft ja nicht. "Bei uns hatten es die Zehn- oder Zwölfjährigen dagegen richtig gut", sagt ein Manager, der seinen Namen nicht genannt wissen möchte. "Sie haben bei uns ein Handwerk gelernt, das ihnen ein Leben lang ihre Einkünfte gesichert hat. Jetzt gibt es kaum noch Nachwuchs, wir haben Schwierigkeiten, gute Näher zu finden."

 

Nach unseren Informationen sind die Lebenshaltungskosten im gleichen Zeitraum im zweistelligen Bereich gestiegen. Für die betroffenen Arbeiterinnen und Arbeiter öffnet sich damit eine Schere, die sie dazu zwingt, ihre Kinder arbeiten zu lassen, damit die Familie überleben kann.

Frage: Wie viel verdienen die Erwachsenen?

 

Zitat SPIEGEL 15.3.2010: „Gleich am Eingang hängt ein Zettel, bedruckt mit den aktuellen Tarifen. Je nach Modell zahlt ihm sein Arbeitgeber pro Ball 55 bis 63 Rupien, also 47 bis 55 Cent. "An einem guten Tag schaffe ich sechs Stück", sagt Shaukat. Acht Stunden lang hat er dann dagesessen und gearbeitet. "Das ist nicht viel Geld", sagt er, während er die Nadel durch das dicke Kunstleder sticht und zwei Flicken vernäht.“

 

Wir haben eine Promotion von Jörg Zimmermann im Jahre 2006 zur Fußballproduktion in Pakistan gefunden.

 

Zitat Jörg Zimmermann: …"dass die Stücklöhne für einen Fußball in den vergangenen zehn Jahren von umgerechnet 0,56 Euro auf 0,51 Euro gesunken sind."

 

Bitte teilen Sie uns mit, wie sich der Verlauf der Entlohnung der Arbeiterinnen und Arbeiter im Laufe der letzten 10 Jahre entwickelt hat.

 

 

Frage: Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten in Pakistan

 

Wir haben große Sorge, dass steigende Lebensmittelpreise in Pakistan die Menschen in die Armut treiben.

 

Zitat 10-05 TRANSFAIR. Armut ist ein weitverbreitetes Problem in Pakistan. Es wird geschätzt, dass über 30 Prozent der Bevölkerung des Landes unter der Armutsgrenze leben. Sialkot ist dicht bevölkert, und rund 40.000 Menschen sind in der Sportballindustrie beschäftigt. Die Betriebe in der Sportballherstellung werden immer wieder entschuldigt, schlechte Löhne zu zahlen, schlechte Arbeitsbedingungen zu bieten und Kinder illegal zu beschäftigen. Diese werden zur Arbeit gezwungen, weil die Löhne der Erwachsenen oft nicht ausreichen, eine Familie zu ernähren.

 

Bitte teilen Sie uns mit, wie sich die Lebenshaltungskosten in Sialkot im Laufe der letzten 10 Jahre tatsächlich entwickelt haben.

 

 

Frage: Was verdient Adidas?

 

Innerhalb der letzten 10 Jahre hat sich nach unseren Informationen der Gewinn von Adidas verdoppelt. Ist das richtig? Wäre es, wenn dies stimmt nicht ratsam, ein gutes Image zu behalten und die Menschen so zu entlohnen, dass sie ihre Familien ernähren können.

 

Zitat Handelsbaltt 9.5.2012: Demnach wuchsen der Umsatz von Januar bis März um 17 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro und der Konzerngewinn nach Steuern um 38 Prozent auf 289 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr wird jetzt ein Umsatzplus um etwa zehn Prozent auf 14,6 Milliarden Euro und ein Gewinnanstieg um bis zu 17 Prozent auf 785 Millionen Euro erwartet.

 

Im Markencheck des WDR wurde auch die Fairness Ihrer Firma untersucht. Dabei war die Aussage zu Mindestlöhnen in Ihren Werken in El Salvador:

 

Zitat Markencheck 21.5.2012: Doch was ist der Mindestlohn wert, wenn er den Menschen nicht den Lebensunterhalt garantiert? Mike Pflaum von der Christlichen Initiative Romero kennt die Verhältnisse in El Salvador seit 15 Jahren. Seine Einschätzung: "Man braucht ungefähr vier Mindestlöhne, um den Grundbedarf einer vierköpfigen Familie abdecken zu können. Und das heißt nicht, dass diese Familie im Reichtum lebt, das heißt wirklich nur Grundbedarf: Essen, Trinken, Miete, Gesundheitsversorgung, Kleidung, Schule."

 

 

Frage: Was könnte Adidas ändern?

 

Wir haben eine Idee und möchten Ihnen vorschlagen, einen kleinen Teil Ihres Gewinns zusätzlich für die Entwicklung von Maßnahmen zur Verfügung zu stellen, die Kinderarbeit nachhaltig verhindert. Wir wissen nicht, ob dies ein sinnvoller Vorschlag ist und ob dadurch genug Geld zusammen kommt, um die Situation zu verändern.

 

Vielleicht wäre möglich, dass Kinder, die zur Schule gehen, „Schulgeld“ bekommen, so dass den Eltern der Verdienstausfall erleichtert wird.

 

Gern würden wir das mit Ihnen besprechen. So geht es auch in diesem Fall nicht um eine Konfrontation mit Adidas, sondern um den Versuch, einen Lösungsweg zu finden.

 

Wir hoffen sehr, dass Sie am 12. Juni in Kerpen bei der Pressekonferenz dabei sein können.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Die Aktivgruppe PEACEMAKERS

 

 

Dieser Brief wurde im Sinne der Aktivgruppe Peacemakers verfasst von Günter Haverkamp, Aktion Weißes Friedensband e.V., Tel. 0211-9945137, haverkamp@friedensband.de

 

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Fr

10

Feb

2012

Integrationsprojekt - der Kölner Stadt-Anzeiger

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So

17

Jul

2011

Ergebnisse des Integrationsprojektes

Vier SchülerInnen der Aktivgrupe FAIR WORLD stellten zusammen mit ihrer Lehrerin Bettina Henke erste Erkenntnisse des Integrationsprojektes vor. Sie hatten einen Fragebogen zum Thema Integration entworfen und ihn in ganz Kerpen verteilt. Die  SchülerInnen führten zahlreiche Interviews mit Kerpener Bürgern durch. Insgesamt wurden 350 Fragebögen ausgefüllt und zur Auswertung zurückgegeben. Die Auswertung der Fragebögen ist noch nicht abgeschlossen. Zunächst fand eine Unterteilung der Fragebögen nach Altersgruppen statt. Hier konnten die Schüler über die unterschiedliche Beteiligung der Altersgruppen berichten. In der Gruppe der 7-13 jährigen gab es sehr wenig Rücklauf an Fragebögen. Die Altersgruppe der 15 – 17 jährigen fiel zum Teil durch fremdenfeindliche Bemerkungen auf. Die 18-27jährigen gaben sehr offene Antworten und auch in der Altersgruppe 28 – 50 Jahre gab es hauptsächlich objektive Rückmeldungen. Durch besonders detaillierte Antworten und einem klarem Meinungsbild fielen die 51 – 65 Jährigen auf, hier bestand das größte Interesse an dem Thema Integration. Die Generation 65+ stand dem Thema eher ablehnend gegenüber. Die Fragebögen werden aber auch noch nach Geschlecht und Migrationshintergrund der Befragten unterteilt und dann ausgewertet. Die endgültigen Ergebnisse präsentieren die Schüler dann in einer Presskonferenz nach den Sommerferien.

Vier SchülerInnen der Aktivgrupe FAIR MACHT MEHR stellten zusammen mit ihrer Lehrerin Bettina Henke erste Erkenntnisse des Integrationsprojektes vor. Sie hatten einen Fragebogen zum Thema Integration entworfen und ihn in ganz Kerpen verteilt. Die  SchülerInnen führten zahlreiche Interviews mit Kerpener Bürgern durch. Insgesamt wurden 350 Fragebögen ausgefüllt und zur Auswertung zurückgegeben. Die Auswertung der Fragebögen ist noch nicht abgeschlossen. Zunächst fand eine Unterteilung der Fragebögen nach Altersgruppen statt. Hier konnten die Schüler über die unterschiedliche Beteiligung der Altersgruppen berichten. In der Gruppe der 7-13 jährigen gab es sehr wenig Rücklauf an Fragebögen. Die Altersgruppe der 15 – 17 jährigen fiel zum Teil durch fremdenfeindliche Bemerkungen auf. Die 18-27jährigen gaben sehr offene Antworten und auch in der Altersgruppe 28 – 50 Jahre gab es hauptsächlich objektive Rückmeldungen. Durch besonders detaillierte Antworten und einem klarem Meinungsbild fielen die 51 – 65 Jährigen auf, hier bestand das größte Interesse an dem Thema Integration. Die Generation 65+ stand dem Thema eher ablehnend gegenüber. Die Fragebögen werden aber auch noch nach Geschlecht und Migrationshintergrund der Befragten unterteilt und dann ausgewertet. Die endgültigen Ergebnisse präsentieren die Schüler dann in einer Presskonferenz nach den Sommerferien.

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Di

01

Jun

2010

Angst-Orte-Aktion in Kerpen

27.5.2010 - In Kerpen haben die Jugendliche der Realschule ihre Angst-Orte-Aktion abgeschlossen. Die Aktivgruppe Fair Friends hat ihre “Mauer des Sprechens” der Bürgermeisterin Marlies Sieburg und der Gleichstellungsbeauftragten Ursula Schlößer und den Dialog begonnen.

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Mi

31

Dez

2008

2008

Newsletter

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Mo

31

Dez

2007

2007

Newsletter

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Sa

30

Dez

2006

2006

Newsletter

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Di

31

Jan

2006

Rap gegen Kinderprostitution

 

Pädophile laden sich Filme aus dem Netz/
darauf sieht man kleine Mädchen beim Sex.
Wer kann mir sagen, wer zum Opfer fällt/
und warum wird so oft das Verfahren eingestellt?
Manche Mädchen begehen sogar Selbstmord/
sie hoffen, es geht besser an ’nem anderen Ort.
Die meisten von ihnen haben ’ne psychische Störung.
Das fordert von uns allen wirklich echte Empörung.
Plötzlich infizier’n sie sich mit Aids und sonst was/
nehmen Drogen, kacken ab, das ist doch echt krass.

 

Refrain:
Ein erzwungener Liebesakt
danach fühlst du dich dreckig und nackt.
Du stehst an der Straße mit gesenktem Gesicht
und siehst die Welt im dunklen Licht.

 

Bitte Leute fangt an – in die Gänge kommt,
damit jede von ihnen eine Hoffnung bekommt.
Fangt sofort an zu protestieren/
wir dürfen diesen Kampf auf keinen Fall verlieren.
Ihr Schicksal liegt auch in unserer Hand/
wenn’s sein muss, spray ich es an jede Wand.
Ich allein bin jemand, auf den keiner hört/
doch halten wir zusammen wird das Verbrechen zerstört.
Ich hoffe dieser Text hat euch zum Nachdenken gebracht/
und ich hoffe: Da draußen wird jetzt auch was gemacht.

 

Refrain…

 

Ich versteh die Welt nicht mehr,
viele Mädchen werden gezwungen zum Geschlechtsverkehr.

Man hat ihnen die ganze Kindheit geraubt,
denn ein Perverser hat ihnen das Leben versaut.
Woll’n sie es? Sie wurd’n von keinem gefragt,
niemand hat ihnen was darüber gesagt.
Sie leben in Armut, Angst und Not
von ihren Zuhältern bekommen sie nur Wasser und Brot.
Ich habe 2 Mädchen auf der Straße geseh’n,
Sie sahen schrecklich aus, ich wusste sie haben dies Problem!


Refrain…

 

Deutschland mach endlich die Augen auf/
kleine Mädchen werden da draußen in der Welt missbraucht.

Sie leben ohne Eltern und ohne Heimat/
das, was ich hier sag, ist die pure Wahrheit.
Deutschland, was ist bloß los mit dir?/
Wartest du darauf, bis die Kinder krepieren?
Die meisten von ihnen sind so 9 und 10/
noch mit 8 hatten sie ein schönes Leben.
Deutschland das ist doch nicht mehr normal/
warum tut keiner was, ist `s euch allen egal?

 

Refrain…

 


Kinderprostitutions-Rap
der Aktivgruppe „Amigos unidos“, Kerpen

zur NEIN-Aktion gegen Kinderprostitution Januar 2006

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Sa

31

Dez

2005

2005

Newsletter

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Fr

30

Sep

2005

Aktion Rote Hand auf dem Marienfeld

Die 30 Schülerinnen und Schüler der Aktiv-Gruppe "Menschenrechte" hatten sich viel vorgenommen: Sie überzeugten alle bis hin zu ihrem Schulleiter. Peter C. Wurthmann übernahm die Begeisterung und viele Aufgaben. Trotz seines stressigen Jobs sprach er alle anderen Schulleiter in Kerpen an und konnte auch sie begeistern.

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Di

08

Feb

2005

Kleines Geld für große Not - 3. Bericht

Hamburg

Die Klasse 8a des Goethe Gymnasiums hatte eine Schülerfirma gegründet und Klemmbretter, Ordner, Lesezeichen und Tontöpfe im Kunstunterricht hergestellt - sehr kreativ! Der Verkauf vor Weihnachten war aufregend und spaßig und wir haben einen großen Gewinn gemacht. Da so viele Menschen obdachlos sind in Asien und sehr leiden, spenden wir unseren Gewinn an die Flutopfer dort! Wir tun dies sehr gerne, um diesen Menschen, die es wirklich nötig haben, zu helfen! Das Gute ist, dass wir nicht nur viel gelernt haben für unsere Zukunft, sondern auch, dass die Schülerfirma jetzt auch einen schönen Sinn bekommen hat!!! mehr
 

München

Wir haben spontan in unseren Familien Spenden gesammelt. Es kamen 320,90 € zusammen, Die Klasse 5b des Bertolt-Brecht-Gymnasiums
 

Berlin 3

Auch die Schüler der Lina-Morgenstern-Oberschule in Berlin-Kreuzberg haben in zahlreichen Aktionen ( Faschingsfest, Kuchenverkauf,Tombola, Sammelaktion der SV, Einnahmen am Tag der offenen Tür) 528,40 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe gesammelt.

 

Köln

Eine interesssante Aktion im Schokoladenmuseum, die 750 Euro einbrachte. mehr

 
 

Remels / Ostfriesland


Eine Auktion, auf der wir selbstgemalte Bilder ver-steigern, das war unsere gemeinsame Idee. mehr
 

Rulle

In der St. Bernhard Schule in Rulle/Wallenhorst wurden im Gottesdienst fast 500€ gesammelt. mehr

 

 

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Di

08

Feb

2005

Kleines Geld für große Not - 2. Bericht

Köln

Die jüngeren Kinder brachten die Idee ein, Waffeln zu backen und diese auf dem Flohmarkt zu verkaufen. Kinder und Eltern backten zudem Kuchen. Die Kinder durchsuchten ihre Kinderzimmer und überlegten sich genau, was am besten zu verkaufen wäre. mehr

 

Bremen

Thea, Helen und Paula fragten den Fleischer, ob er die Aktion "Kuchenessen für die Kinder der Flutkatas-trophe" unterstützt. mehr
 

Melle

Das KinderrechtsTeam aus Melle ist vom Ministerpräsidenten von Niedersachsen ausgezeichnet worden. mehr
 

Hamburg

Schüler, Eltern und   Lehrer der Gesamtschule Harburg werden am 9.3 einen Tag lang zu Gunsten der Flutopfer in der Region Aceh aktiv. Sie werden an diesem Tag auf vielen Straßen und Plätzen Harburgs unterwegs sein, um Geld für den Wiederaufbau einer Schule im Gebiet Aceh zu sammeln.

 

Ruppach

Die Kinder helfen den Eltern und haben schon 70,63 € zusammengebracht. Diese Aktion soll bis zur Entlassung der Kinder im Sommer 2008 laufen. mehr
 
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Fr

28

Jan

2005

Kleines Geld für große Not - Ergebnisse

Berlin 1

Die Löcknitz-Grundschule in Berlin-Schöneberg war die erste Schule, die bei der Aktion mitmachte. Gleiche mehrere Klassen haben sich was einfallen lassen. mehr

 

Ein Vater

An meinem 44. Geburtstag haben meine Töchter Paulina (9) und Philine (6),sowie mein Neffe Marcel (8) ein Spiel veranstaltet. mehr
 

Berlin 2

Die gut 400 Kinder der Mary-Poppins-Grundschule belegten täglich leckere Brötchen belegt und überwiesen 2.230€ für den Aufbau von Schulen. mehr
 

Burgdorf

Die SchülerInnen der Gudrun-Pausewang-Grundschule klebten Tüten - der Verkauf brachte 77,12 € zusammen . mehr
 

Overrath

Die 8. Klasse des Paul-Klee-Gymnasiums redeten über "Recht auf Bildung" und handelten: Mehr als hundert Euro kamen für das Projekt "El Taipy" in Bolivien zusammen. mehr
 

Bienenbüttel

Mit einer Sonderausgabe ihrer Schülerzeitung nahmen sie 197 Euro ein . Die 4. Klasse der Grundschule Bienenbüttel

Die Presse berichtete
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Di

04

Jan

2005

Kleines Geld für große Not - Somalia

Auch Afrika betroffen
 
Die Flutwelle im Indischen Ozean hat auch vor dem afrikanischen Kontinent nicht Halt gemacht. In Somalia sind etwa 298 Menschen ums Leben gekommen, ca. 17.000 wurden obdachlos. Insgesamt sind über 54.000 Menschen in Somalia direkt von der Flut betroffen – vor allem Kinder, Frauen, ältere Menschen und Fischer. Viele Gebäude, darunter Schulen, wurden zerstört.


Projekt zerstört
 
Die Flut hat auch ein Kran-kenhaus in Boosaaso/ Region Puntland getroffen. Das "General Hospital Maternity" ist das einzige Mutter-Kind-Krankenhaus in Somalia. Es wird vom Verein stop mutilation unterstützt. In jahrelanger Arbeit hat er das Krankenhaus mit medi-zinischen Geräten ausge-stattet und als Geburtsklinik mit Fachpersonal eingerich-tet. Es betreut vor allem Mädchen und junge Frauen, die von der in Somalia üblichen weiblichen Beschnei-dung betroffen sind.

Denn unter den Folgen der Beschneidung – bei der die weiblichen Genitalien ver-stümmelt werden – leiden viele Frauen noch Jahre später, vor allem bei Schwangerschaft und Geburt kommt es häufig zu lebensbedrohlichen Kom-plikationen. Mit Auf-klärungskampagnen ver-sucht das medizinische Personal die Patientinnen zu überzeugen, ihre Töchter nicht beschneiden zu las-sen.

Die Partnerorganisationen vor Ort heißen SOWDA und DANDOR. Zurzeit ist das Krankenhaus auch ein Zentrum der Hilfe für die Flutopfer der Region.


Der Verein stop mutilation kämpft seit 1996 gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen in Somalia und in Deutschland. Er unterstützt Bildungs- und Gesundheits-projekte in Somalia sowie den Wiederaufbau des Landes nach 14 Jahren Bürgerkrieg. Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Einrichtung des Kran-kenhauses im Jahr 2001 mit 71.000 DM gefördert.
 
2004 hat sich stop mutilation gemeinsam mit GTZ, TERRE DES FEMMES, (I)NTACT, Plan International, FIDE, TABU, FORWARD und der Landes-schülerInnenvertretung NRW an unserer Initiative "Nein zu Beschneidung von Mädchen" beteiligt.
 

stop mutilation e.V.
Gustorferstr. 12
40549 Düsseldorf
Fon:   0211-5 06 57 45
Mobil: 0162-8 57 83 07
j.cumar@stop-mutilation.org
www.stop-mutilation.org

Spendenkonto:

stop mutilation e.V.
Stichwort: Flutopfer
Dresdner Bank AG
BLZ 300 800 00
Konto-Nr. 0160443000  

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Fr

31

Dez

2004

2004

Die Newsletter

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Di

28

Dez

2004

Kleines Geld für große Not

Flutkatastrophe

 

Kinder und Jugendliche
werden aktiv

 

Kleines Geld für große Not

 

Die Sammelaktion war ein großer Erfolg: Etwa 100 Schulen sammelten fast 40.000 €.

Ein großer Dank an alle Beteiligten!

 
Bei der Flutkatastrophe in Südasien sind besonders viele Kinder unter den Opfern. Die überlebenden Kinder haben oft ihre Eltern verloren und leiden unter den Folgen der Verwüstung wie Hunger, Wassermangel und Krankheiten.

Kinder in Deutschland sehen diese schrecklichen Bilder, fühlen sich hilflos und möchten etwas tun. Die Initiative "Kleines Geld für große Not" gibt ihnen die Möglichkeit, aktiv zu werden. Das Kinderhilfswerk terre des hommes und Aktion Weißes Friedensband fordern Kinder und Jugendliche auf: "Fragt eure Eltern und Großeltern, eure Verwandten und Freunde nach dem Kleingeld, das sie im Portmonee haben. Bittet sie, bei der Aktion mitzumachen." Doch Kinder und Jugendliche können noch mehr tun: Sie können mit Aktionen den Menschen in Südasien helfen. Ob selbstgebackenen Kuchen verkaufen, Autos waschen, einen Flohmarkt organisieren... der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!


Wir bitten Lehrerinnen und Lehrer, sich mit ihren Klassen an der Aktion zu beteiligen. Geben Sie den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu helfen. Ideen und Digitalfotos der Aktionen werden auf die Webseite www.friedensband.de/suedasien gestellt - als Bestätigung für die einen, als Ansporn für die anderen.
terre des hommes hat speziell für diese Sammelaktion ein Stichwort eingerichtet: "Kids für Südasien".

Die Sammelaktion für Südasien ist langfristig angelegt. Wir werden so früh wie möglich Partnerschaften anbeiten. Aber noch sind die Helferinnen und Helfer ausschließlich mit der unmittelbaren Hilfe beschäftigt. und wird mit Inhalten gefüllt. Dialog direkt! - Das journalistische Schulprojekt von Aktion Weißes Friedensband möchte das Wissen über die betroffenen Länder und die Situation der Menschen dort fördern.
Mit diesem Sammelaufruf sprecht Ihr die Erwachsenen an (Vorder- und Rückseite). Er wird in der ersten Januarwoche gedruckt.
 
Schickt uns Eure Tipps und Fotos von Euren Aktionen. Schickt sie an aktion@friedensband.de . Einige Beispiele findet Ihr unter Aktiv werden .
 
 

Neujahrsrede von Bundeskanzler Schröder:

 
"... Ich habe von der Dimension des Leidens gesprochen, der wir gerecht werden müssen und zwar jeder an seinem Platz. Die Staaten, die Regionen, die Wirtschaft und die ganze Weltgesellschaft. Ich möchte nachhaltige Hilfe für die Region. Ich will, dass wir uns lange verantwortlich fühlen. Alle wohlhabenden Länder sollten Partnerschaften für den Wiederaufbau bestimmter Regionen übernehmen.

Ich stelle mir vor, dass sich die großen Industrieländer für jeweils ein Land verantwortlich fühlen. Auch Deutschland. Unsere Bundesländer für entsprechende Bezirke. Unsere Städte für Städte und unsere Dörfer für Dörfer. Unsere Wirtschaft könnte helfen. Hilfe würde so sichtbar und ganz konkret. Deutsche Schulen und ihre Kinder könnten Patenschaften für Schulen dort übernehmen. Unterstützt von ihren Eltern.

Das würde zeigen, dass wir über das Spenden von Geld - das gewiss wichtig ist - weit hinaus wollen. Dass wir Verantwortung als etwas Dauerhaftes begreifen.

Die Bundesregierung wird den Freunden in der Europäischen Union eine solche Strategie nachhaltiger Partnerschaft vorschlagen. Jedes Land unseres reichen Kontinents könnte so Verantwortung zeigen, Menschlichkeit konkret beweisen..."

aus:
Neujahrsansprache von Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Jahreswechsel 2004/2005
Fr, 31.12.2004
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Fr

22

Jun

2012

Energie und Zukunft

Am Thema Energie hängt unsere ganze Zukunft. Wenn wir es nicht in kürzester Zeit schaffen, anders zu denken und zu handeln, ist es zu spät. Und am Ende stehen dann wieder die Atomkraftwerke, die keiner will.

 

Wer hat Lust, in der Aktivgruppe ENERGIE mitzumachen und aktiv zu werden für eine neue Zukunft?

 

energie@friedensband.de

Fr

22

Jun

2012

Ysselsteyn - 32.000 Kreuze

So weit das Auge reicht - Kreuze. Und unter jedem liegt ein Mensch. Es sind junge, teilweise nur 1 Tag alte, oder Kindersoldaten, 14 Jahre alt. Sie sind im 2. Weltkrieg in den Niederlanden gestorben. Sie waren Soldaten und Opfer von Soldaten.

 

Workshop-Wochenende

 

In Workshops bearbeiten wir Fragen nach der Gewalt. Wo kommt sie her, warum steckt sie in uns und wie können wir damit umgehen?

 

Eine große Rolle spielt auch immer wieder sexuelle Gewalt. Wo fängt sie an und gehen wir damit um, was können wir dagegen tun?

 

Wenn ihr ein spannendes Wochenende haben wollt, meldet euch

ysselsteyn@friedensband.de

Do

21

Jun

2012

Aktivgruppe Kindersoldaten

Kinder sind keine Soldaten

 

Es ist unglaublich, aber 250.000 Kinder müssen in den Kriegen der Erwachsenen kämpfen. Werdet Teil einer Aktivgruppe, die bundesweit Aktionen organisiert. Mehr zur Aktion auf der Webseite www.aktion-rote-hand.de

 

Aktion

 

Wir möchten im Februar in allen Rathäusern die Rote-Hand-Aktion machen. Die Politiker sollen sich mit dem Schicksal der Kindersoldaten auseinandersetzen und sich bereit erklären, aktiv zu werden. Wer möchte mitmachen bei der Planung und bei Aktionen in eurer Stadt?

 

Meldet euch unter kindersoldaten@friedensband.de

Do

21

Jun

2012

Von der EM zur WM

Die Hersteller achten sehr darauf, die internationalen Abkommen einzuhalten. Sie weisen gern nach, dass sie Verträge mit den Fabriken in den jeweiligen Ländern geschlossen haben, in denen rückhaltlos die Einhaltung der Sozialstandards festgeschrieben ist. Sie zahlen die landesüblichen Mindestlöhne - manchmal sogar mehr -  und halten die maximale Arbeitsstundenzahl pro Woche ein.

Das alles wollen wir als richtig unterstellen und gar nicht anzweifeln. Fest steht dennoch, dass die Familien sich von den gezahlten Löhnen nicht ernähren können und die Kinder dazuverdienen müssen. Wenn sich die Hersteller darauf berufen, dass sie die Gesetze und Sozialregeln des jeweiligen Landes und der internationalen Abkommen einhalten, die Familien aber trotzdem davon nicht leben können, stimmt etwas nicht. Insbesondere die Zukunft der Kinder bleibt weitgehend unberücksichtigt.

Nike zeigte 2008, wie wenig Verantwortung der Konzern für die ArbeiterInnen in Sialkot tragen will. Aufgrund eines Verdachts von Kinderarbeit kündigte Nike den Vertrag mit seinem größten Hersteller von Fußbällen in Sialkot. Die Produktion konnte erstaunlicherweise ohne Produktionsverlust in China weiter gehen.

Ziel

Mit Schulprojekte alle Kinder in die Schule bringen
Auch wenn die Bälle in Zukunft nicht mehr von Hand genäht, sondern geklebt werden, bleibt die Verantwortung für die Menschen, die in den letzten 50 Jahren für den Wohlstand der Hersteller gesorgt haben. Entsprechende Sozialprogramme müssen den Umstieg begleiten.

Bildungsarbeit
Schulen und Jugendeinrichtungen in NRW nehmen das Thema auf, Jugendliche beschäftigen sich mit den wirtschaftlichen und sozialen Umbrüchen in der Wirtschaft in Pakistan, China und in südamerikanischen Ländern. Sie lernen darüber auch Auswüchse in Deutschland zu beachten und sich gegen Ausbeutung in ihrem eigenen Berufsleben zu wehren (Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften).

Aktion

Ligavereine als Partner
Jugendliche schreiben die Ligavereine an. Sie fordern die Mannschaften auf, eine Erklärung zu unterzeichnen, dass sie mit fairen Bällen spielen und fair hergestellte Sportbekleidung tragen wollen. Fair heißt, dass die Menschen, die sie herstellen, von ihrem Lohn leben können und dass ihre Kinder zur Schule gehen können.

Aktion fairer Einkauf
Die Jugendlichen fragen in den Geschäften ihrer Umgebung nach fair gehandelten Produkten (Aktion mit GEPA und TRANSFAIR). Wenn sie Sportbekleidung oder Bälle der großen Hersteller kaufen wollen, fragen sie, wie sie hergestellt wurden und wie die Menschen in den Herkunftsländern leben. Sie bestehen darauf, Auskunft zu bekommen.

Unterstützer
terre des hommes, Kindernothilfe, Welthungerhilfe, UNICEF, Brot für die Welt

Forderungen

Letzteres soll Maßstab für die Wirksamkeit der Aktion sein: Die Hersteller sollen nachweisen, dass die Kinder zur Schule gehen. Sie sollen Anreize schaffen. Das kann dadurch geschehen, dass die Kinder für den Schulbesuch bezahlt werden – also Schulgeld bekommen. Ein Anreiz für die Kinder wie für die Eltern.

Weitere wichtige Forderung: Die Hersteller sollen in den Regionen nachhaltig dafür sorgen, dass Wohlstand entsteht. Die Kinder ab 15 Jahren sollen Berufsschulunterricht bekommen. Dies würde die bisherige Schulbildung ergänzen und zu einer Qualifizierung führen, die auch den Herstellern zu Gute käme. Besser ausgebildete MitarbeiterInnen würde auch die Qualität und Zukunftsfähigkeit der Herstellprozesse gewährleisten.

Do

31

Mai

2012

Peace Makers - Brief an Puma

an  Puma.Safe, Diana Kühl
Pressekonferenz zum Welttag gegen Kinderarbeit

 

 

Sehr geehrte Frau Kühl,

 

hiermit möchten wir Sie herzlich zu unserer Pressekonferenz zum internationalen "Welttag gegen Kinderarbeit" einladen, den die die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) seit 2002 alljährlich am 12. Juni begeht.

 

Ort:      Städtische Realschule Kerpen, Klasse 6 c/d, Bruchhöhe 27, 50170 Kerpen

Zeit:    12. Juni 2012 – 10.35 bis 11.20 Uhr

 

Wir haben Ihnen im November letzten Jahres einen Brief geschrieben, der von Ihnen am 30.1.2012 beantwortet wurde. Die eigentliche Frage blieb dabei unbeantwortet:

 

„Ihre Firma sagt zwar, dass für ihr Label keine Kinderarbeit benutzt wird. Wir würden Ihnen das gerne glauben, bitten Sie aber, uns mitzuteilen, ob die Kinder der Ballnäher, denn statt zu arbeiten auch wirklich in die Schule gehen. Gibt es überhaupt genug Schulen für diese Kinder? Sie wissen ebenso wie wir, dass die Armut langfristig nur durch eine ausreichende Bildung bekämpft werden kann. Deswegen reicht es uns nicht, wenn Sie sagen, dass Kinder unter 15 Jahren in Ihren Fabriken nicht arbeiten. sind Sie sich sicher, dass dies auch nicht heimlich passiert? Noch wichtiger ist wohl die Frage: Verdienen die Eltern genug, um die Kinder in die Schulen zu schicken oder arbeiten ihre Kinder wohl möglich nun unter noch schlechteren Bedingungen in anderen Jobs? Aus dem fairen Handel wissen wir, dass dort nur Eltern beschäftigt werden, die ihre Kinder in die Schule schicken. Wie handhaben Sie das bei Ihren Ballnähern?“

 

 

 

Wir möchten noch einmal ein wenig ausführlicher auf das Thema eingehen.

 

 

Puma tut viel!

 

Wir stellen nicht in Zweifel, dass Puma das Problem ernst genommen hat und von sich aus viel getan hat, die Situation für die Menschen in Pakistan zu verbessern.

 

Zitat 12-01-30 PUMA: „Die PUMA SE hat 1993 einen Verhaltenskodes eingeführt, der für alle Zulieferbetriebe von PUMA die Achtung von Mindeststandards auf Basis der Menschrechte fordert, jegliche Beschäftigung von Kindern unter 15 Jahren untersagt, Respektierung der Gleichheit verlangt und die Zahlung aller gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlöhne und Zuschläge (z.B. für Überstunden) regelt. Der PUMA Verhaltenskodex ist rechtsverbindlicher Bestandteil unserer Lieferverträge und hängt weltweit bei allen Hersteller-Betrieben sichtbar für alle Arbeitnehmer in der jeweiligen Landessprache aus.“

Nun fragen wir uns, ob das reicht und ob es notwendig ist, mehr zu tun. Wir glauben dabei, dass es sich nicht um utopisch anmutende Summen handelt, die dabei aufzuwenden wären.

 

 

Frage: Warum müssen die Kinder arbeiten?

 

Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass das Problem Kinderarbeit nach deren Verbot in Pakistan positiv gelöst ist. Aber dann lasen wir im SPIEGEL:

 

Zitat SPIEGEL-Artikel vom 15.3.2010: Die Eltern schicken ihre Kinder jetzt in die Ziegelbrennereien und in die Metall verarbeitende Industrie, dort schert sich niemand um das Image. Irgendwie müssen die Familien ja überleben. Die Manager der Sportfirmen wissen das, aber man will die Wünsche der westlichen Konzerne erfüllen, die Käufer der teuren Bälle möchten das Geld schließlich mit gutem Gewissen ausgeben. Dass jetzt direkt neben der Nähfirma Danayal junge Mädchen Ziegelsteine schleppen, ahnt der Kunde im Sportgeschäft ja nicht. "Bei uns hatten es die Zehn- oder Zwölfjährigen dagegen richtig gut", sagt ein Manager, der seinen Namen nicht genannt wissen möchte. "Sie haben bei uns ein Handwerk gelernt, das ihnen ein Leben lang ihre Einkünfte gesichert hat. Jetzt gibt es kaum noch Nachwuchs, wir haben Schwierigkeiten, gute Näher zu finden."

 

Nach unseren Informationen sind die Lebenshaltungskosten im in den letzten 10 Jahren im zweistelligen Bereich gestiegen. Für die betroffenen Arbeiterinnen und Arbeiter öffnet sich damit eine Schere, die sie dazu zwingt, ihre Kinder arbeiten zu lassen, damit die Familie überleben kann.

 

 

Frage: Wie viel verdienen die Erwachsenen?

 

 

 

 

 

 

 

Zitat SPIEGEL 15.3.2010: „Gleich am Eingang hängt ein Zettel, bedruckt mit den aktuellen Tarifen. Je nach Modell zahlt ihm sein Arbeitgeber pro Ball 55 bis 63 Rupien, also 47 bis 55 Cent. "An einem guten Tag schaffe ich sechs Stück", sagt Shaukat. Acht Stunden lang hat er dann dagesessen und gearbeitet. "Das ist nicht viel Geld", sagt er, während er die Nadel durch das dicke Kunstleder sticht und zwei Flicken vernäht.“

 

Wir haben eine Promotion von Jörg Zimmermann im Jahre 2006 zur Fußballproduktion in Pakistan gefunden.

 

Zitat Jörg Zimmermann: …"dass die Stücklöhne für einen Fußball in den vergangenen zehn Jahren von umgerechnet 0,56 Euro auf 0,51 Euro gesunken sind."

 

Bitte teilen Sie uns mit, wie sich der Verlauf der Entlohnung der Arbeiterinnen und Arbeiter im Laufe der letzten 10 Jahre entwickelt hat.

 

 

Frage: Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten in Pakistan

 

Wir haben große Sorge, dass steigende Lebensmittelpreise in Pakistan die Menschen in die Armut treiben.

 

Zitat 10-05 TRANSFAIR. Armut ist ein weitverbreitetes Problem in Pakistan. Es wird geschätzt, dass über 30 Prozent der Bevölkerung des Landes unter der Armutsgrenze leben. Sialkot ist dicht bevölkert, und rund 40.000 Menschen sind in der Sportballindustrie beschäftigt. Die Betriebe in der Sportballherstellung werden immer wieder entschuldigt, schlechte Löhne zu zahlen, schlechte Arbeitsbedingungen zu bieten und Kinder illegal zu beschäftigen. Diese werden zur Arbeit gezwungen, weil die Löhne der Erwachsenen oft nicht ausreichen, eine Familie zu ernähren.

 

Bitte teilen Sie uns mit, wie sich die Lebenshaltungskosten in Sialkot im Laufe der letzten 10 Jahre tatsächlich entwickelt haben.

 

 

Frage: Was verdient Puma?

 

Wir sehen eine große Diskrepanz zwischen den Gewinnergebnissen von PUMA und der unglaublichen Not in Pakistan. Bitte teilen Sie uns mit, wie sich die Gewinne in den letzten 10 Jahren entwickelt haben.

 

 

Frage: Was könnte Puma ändern?

 

Wir haben eine Idee und möchten Ihnen vorschlagen, einen kleinen Teil Ihres Gewinns zusätzlich für die Entwicklung von Maßnahmen zur Verfügung zu stellen, die Kinderarbeit nachhaltig verhindert. Wir wissen nicht, ob dies ein sinnvoller Vorschlag ist und ob dadurch genug Geld zusammen kommt, um die Situation zu verändern.

 

 

 

 

 

Vielleicht wäre möglich, dass Kinder, die zur Schule gehen, „Schulgeld“ bekommen, so dass den Eltern der Verdienstausfall erleichtert wird.

 

Gern würden wir das mit Ihnen besprechen. So geht es auch in diesem Fall nicht um eine Konfrontation mit Puma, sondern um den Versuch, einen Lösungsweg zu finden.

 

Wir hoffen sehr, dass Sie am 12. Juni in Kerpen bei der Pressekonferenz dabei sein können.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Die Aktivgruppe PEACEMAKERS

 

 

Dieser Brief wurde im Sinne der Aktivgruppe Peacemakers verfasst von Günter Haverkamp, Aktion Weißes Friedensband e.V., Tel. 0211-9945137, haverkamp@friedensband.de

 

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Do

31

Mai

2012

Peace Makers - Brief an Nike

an Nike, Mark Pinger, General Manager

Pressekonferenz zum Welttag gegen Kinderarbeit

 

Sehr geehrter Herr Pinger,

 

hiermit möchten wir Sie herzlich zu unserer Pressekonferenz zum internationalen "Welttag gegen Kinderarbeit" einladen, den die die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) seit 2002 alljährlich am 12. Juni begeht.

 

Ort:      Städtische Realschule Kerpen, Klasse 6 c/d, Bruchhöhe 27, 50170 Kerpen

Zeit:    12. Juni 2012 – 10.35 bis 11.20 Uhr

 

Wir haben Ihnen im November letzten Jahres einen Brief geschrieben, der bis heute noch nicht beantwortet wurde:

 

„Ihre Firma sagt zwar, dass für ihr Label keine Kinderarbeit benutzt wird. Wir würden Ihnen das gerne glauben, bitten Sie aber, uns mitzuteilen, ob die Kinder der Ballnäher, denn statt zu arbeiten auch wirklich in die Schule gehen. Gibt es überhaupt genug Schulen für diese Kinder? Sie wissen ebenso wie wir, dass die Armut langfristig nur durch eine ausreichende Bildung bekämpft werden kann. Deswegen reicht es uns nicht, wenn Sie sagen, dass Kinder unter 15 Jahren in Ihren Fabriken nicht arbeiten. sind Sie sich sicher, dass dies auch nicht heimlich passiert? Noch wichtiger ist wohl die Frage: Verdienen die Eltern genug, um die Kinder in die Schulen zu schicken oder arbeiten ihre Kinder wohl möglich nun unter noch schlechteren Bedingungen in anderen Jobs? Aus dem fairen Handel wissen wir, dass dort nur Eltern beschäftigt werden, die ihre Kinder in die Schule schicken. Wie handhaben Sie das bei Ihren Ballnähern?“

 

Wir möchten noch einmal ein wenig ausführlicher auf das Thema eingehen.

Frage: Warum müssen die Kinder arbeiten?

 

Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass das Problem Kinderarbeit nach deren Verbot in Pakistan positiv gelöst ist. Aber dann lasen wir im SPIEGEL:

 

Zitat SPIEGEL-Artikel vom 15.3.2010: Die Eltern schicken ihre Kinder jetzt in die Ziegelbrennereien und in die Metall verarbeitende Industrie, dort schert sich niemand um das Image. Irgendwie müssen die Familien ja überleben. Die Manager der Sportfirmen wissen das, aber man will die Wünsche der westlichen Konzerne erfüllen, die Käufer der teuren Bälle möchten das Geld schließlich mit gutem Gewissen ausgeben. Dass jetzt direkt neben der Nähfirma Danayal junge Mädchen Ziegelsteine schleppen, ahnt der Kunde im Sportgeschäft ja nicht. "Bei uns hatten es die Zehn- oder Zwölfjährigen dagegen richtig gut", sagt ein Manager, der seinen Namen nicht genannt wissen möchte. "Sie haben bei uns ein Handwerk gelernt, das ihnen ein Leben lang ihre Einkünfte gesichert hat. Jetzt gibt es kaum noch Nachwuchs, wir haben Schwierigkeiten, gute Näher zu finden."

 

Nach unseren Informationen sind die Lebenshaltungskosten im gleichen Zeitraum im zweistelligen Bereich gestiegen. Für die betroffenen Arbeiterinnen und Arbeiter öffnet sich damit eine Schere, die sie dazu zwingt, ihre Kinder arbeiten zu lassen, damit die Familie überleben kann.

 

 

Frage: Wie viel verdienen die Erwachsenen?

 

Zitat SPIEGEL 15.3.2010: „Gleich am Eingang hängt ein Zettel, bedruckt mit den aktuellen Tarifen. Je nach Modell zahlt ihm sein Arbeitgeber pro Ball 55 bis 63 Rupien, also 47 bis 55 Cent. "An einem guten Tag schaffe ich sechs Stück", sagt Shaukat. Acht Stunden lang hat er dann dagesessen und gearbeitet. "Das ist nicht viel Geld", sagt er, während er die Nadel durch das dicke Kunstleder sticht und zwei Flicken vernäht.“

 

Wir haben eine Promotion von Jörg Zimmermann im Jahre 2006 zur Fußballproduktion in Pakistan gefunden.

 

Zitat Jörg Zimmermann: …"dass die Stücklöhne für einen Fußball in den vergangenen zehn Jahren von umgerechnet 0,56 Euro auf 0,51 Euro gesunken sind."

 

Bitte teilen Sie uns mit, wie sich der Verlauf der Entlohnung der Arbeiterinnen und Arbeiter im Laufe der letzten 10 Jahre entwickelt hat.

 

 

Frage: Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten in Pakistan

 

Wir haben große Sorge, dass steigende Lebensmittelpreise in Pakistan die Menschen in die Armut treiben.

 

Zitat 10-05 TRANSFAIR. Armut ist ein weitverbreitetes Problem in Pakistan. Es wird geschätzt, dass über 30 Prozent der Bevölkerung des Landes unter der Armutsgrenze leben. Sialkot ist dicht bevölkert, und rund 40.000 Menschen sind in der Sportballindustrie beschäftigt. Die Betriebe in der Sportballherstellung werden immer wieder entschuldigt, schlechte Löhne zu zahlen, schlechte Arbeitsbedingungen zu bieten und Kinder illegal zu beschäftigen. Diese werden zur Arbeit gezwungen, weil die Löhne der Erwachsenen oft nicht ausreichen, eine Familie zu ernähren.

 

Bitte teilen Sie uns mit, wie sich die Lebenshaltungskosten in Sialkot im Laufe der letzten 10 Jahre tatsächlich entwickelt haben.

 

 

Frage: Was verdient Nike?

 

Bitte teilen Sie uns mit, wie viel Nike in den letzten 10 Jahren verdient hat. Wir möchten es gern in Relation zu den Lebenshaltungskosten in Sialkot setzen.

 

 

Frage: Was könnte Nike ändern?

 

Wir haben eine Idee und möchten Ihnen vorschlagen, einen kleinen Teil Ihres Gewinns zusätzlich für die Entwicklung von Maßnahmen zur Verfügung zu stellen, die Kinderarbeit nachhaltig verhindert. Wir wissen nicht, ob dies ein sinnvoller Vorschlag ist und ob dadurch genug Geld zusammen kommt, um die Situation zu verändern.

 

Vielleicht wäre möglich, dass Kinder, die zur Schule gehen, „Schulgeld“ bekommen, so dass den Eltern der Verdienstausfall erleichtert wird.

 

Gern würden wir das mit Ihnen besprechen. So geht es auch in diesem Fall nicht um eine Konfrontation mit Nike, sondern um den Versuch, einen Lösungsweg zu finden.

 

Wir hoffen sehr, dass Sie am 12. Juni in Kerpen bei der Pressekonferenz dabei sein können.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Die Aktivgruppe PEACEMAKERS

 

 

Dieser Brief wurde im Sinne der Aktivgruppe Peacemakers verfasst von Günter Haverkamp, Aktion Weißes Friedensband e.V., Tel. 0211-9945137, haverkamp@friedensband.de

 

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Do

31

Mai

2012

Peace Makers - Brief an Adidas

an ADIDAS, Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender

Pressekonferenz zum Welttag gegen Kinderarbeit

 

Sehr geehrter Herr Hainer,

 

hiermit möchten wir Sie herzlich zu unserer Pressekonferenz zum internationalen "Welttag gegen Kinderarbeit" einladen, den die die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) seit 2002 alljährlich am 12. Juni begeht.

 

Ort:      Städtische Realschule Kerpen, Klasse 6 c/d, Bruchhöhe 27, 50170 Kerpen

Zeit:    12. Juni 2012 – 10.35 bis 11.20 Uhr

 

 

Wir haben Ihnen im November letzten Jahres einen Brief geschrieben, der bis heute noch nicht beantwortet wurde:

 

„Ihre Firma sagt zwar, dass für ihr Label keine Kinderarbeit benutzt wird. Wir würden Ihnen das gerne glauben, bitten Sie aber, uns mitzuteilen, ob die Kinder der Ballnäher, denn statt zu arbeiten auch wirklich in die Schule gehen. Gibt es überhaupt genug Schulen für diese Kinder? Sie wissen ebenso wie wir, dass die Armut langfristig nur durch eine ausreichende Bildung bekämpft werden kann. Deswegen reicht es uns nicht, wenn Sie sagen, dass Kinder unter 15 Jahren in Ihren Fabriken nicht arbeiten. sind Sie sich sicher, dass dies auch nicht heimlich passiert? Noch wichtiger ist wohl die Frage: Verdienen die Eltern genug, um die Kinder in die Schulen zu schicken oder arbeiten ihre Kinder wohl möglich nun unter noch schlechteren Bedingungen in anderen Jobs? Aus dem fairen Handel wissen wir, dass dort nur Eltern beschäftigt werden, die ihre Kinder in die Schule schicken. Wie handhaben Sie das bei Ihren Ballnähern?“

 

Wir möchten noch einmal ein wenig ausführlicher auf das Thema eingehen.

 

 

 

Adidas tut viel!

 

Wir stellen nicht in Zweifel, dass Adidas das Problem ernst genommen hat und von sich aus viel getan hat, die Situation für die Menschen in Pakistan zu verbessern.

 

Zitat 10-05 ADIDAS: Die adidas Gruppe hat sich einen eigenen Verhaltenskodex, die „Workplace Standards” auferlegt, dessen Einhaltung und Überwachung von einem eigens hierfür aufgebauten Experten-Team über alle Marken der adidas Gruppe hinweg koordiniert wird. Die Standards orientieren sich an den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) und folgen dem Verhaltenskodex des Weltverbandes der Sportartikelindustrie (WFSGI). Sie enthalten klare Verhaltensregeln hinsichtlich umwelt- und gesundheitsverträglicher Arbeitsbedingungen, einer angemessenen Entlohnung und Koalitionsfreiheit, der Unterbindung extremer Überstunden und Zwangs- und Kinderarbeit sowie dem Schutz vor Diskriminierung. Die „Workplace Standards“ helfen uns, Geschäftspartner auszuwählen, die mit unseren Werten übereinstimmende Arbeitsplatzstandards und Geschäftspraktiken erfüllen und solche abzulehnen, die dies nicht tun. Als Leitsätze helfen sie uns darüber hinaus, potentielle Probleme zu erkennen und diese dann gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern zu lösen. Zusammen mit unseren Lieferanten arbeiten wir aktiv an positiven Veränderungen, anstatt nur die Standards zu überprüfen.

 

Nun fragen wir uns, ob das reicht und ob es notwendig ist, mehr zu tun. Wir glauben dabei, dass es sich nicht um utopisch anmutende Summen handelt, die dabei aufzuwenden wären.

 

 

Frage: Warum müssen die Kinder arbeiten?

 

Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass das Problem Kinderarbeit nach deren Verbot in Pakistan positiv gelöst ist. Aber dann lasen wir im SPIEGEL:

 

Zitat SPIEGEL-Artikel vom 15.3.2010: Die Eltern schicken ihre Kinder jetzt in die Ziegelbrennereien und in die Metall verarbeitende Industrie, dort schert sich niemand um das Image. Irgendwie müssen die Familien ja überleben. Die Manager der Sportfirmen wissen das, aber man will die Wünsche der westlichen Konzerne erfüllen, die Käufer der teuren Bälle möchten das Geld schließlich mit gutem Gewissen ausgeben. Dass jetzt direkt neben der Nähfirma Danayal junge Mädchen Ziegelsteine schleppen, ahnt der Kunde im Sportgeschäft ja nicht. "Bei uns hatten es die Zehn- oder Zwölfjährigen dagegen richtig gut", sagt ein Manager, der seinen Namen nicht genannt wissen möchte. "Sie haben bei uns ein Handwerk gelernt, das ihnen ein Leben lang ihre Einkünfte gesichert hat. Jetzt gibt es kaum noch Nachwuchs, wir haben Schwierigkeiten, gute Näher zu finden."

 

Nach unseren Informationen sind die Lebenshaltungskosten im gleichen Zeitraum im zweistelligen Bereich gestiegen. Für die betroffenen Arbeiterinnen und Arbeiter öffnet sich damit eine Schere, die sie dazu zwingt, ihre Kinder arbeiten zu lassen, damit die Familie überleben kann.

Frage: Wie viel verdienen die Erwachsenen?

 

Zitat SPIEGEL 15.3.2010: „Gleich am Eingang hängt ein Zettel, bedruckt mit den aktuellen Tarifen. Je nach Modell zahlt ihm sein Arbeitgeber pro Ball 55 bis 63 Rupien, also 47 bis 55 Cent. "An einem guten Tag schaffe ich sechs Stück", sagt Shaukat. Acht Stunden lang hat er dann dagesessen und gearbeitet. "Das ist nicht viel Geld", sagt er, während er die Nadel durch das dicke Kunstleder sticht und zwei Flicken vernäht.“

 

Wir haben eine Promotion von Jörg Zimmermann im Jahre 2006 zur Fußballproduktion in Pakistan gefunden.

 

Zitat Jörg Zimmermann: …"dass die Stücklöhne für einen Fußball in den vergangenen zehn Jahren von umgerechnet 0,56 Euro auf 0,51 Euro gesunken sind."

 

Bitte teilen Sie uns mit, wie sich der Verlauf der Entlohnung der Arbeiterinnen und Arbeiter im Laufe der letzten 10 Jahre entwickelt hat.

 

 

Frage: Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten in Pakistan

 

Wir haben große Sorge, dass steigende Lebensmittelpreise in Pakistan die Menschen in die Armut treiben.

 

Zitat 10-05 TRANSFAIR. Armut ist ein weitverbreitetes Problem in Pakistan. Es wird geschätzt, dass über 30 Prozent der Bevölkerung des Landes unter der Armutsgrenze leben. Sialkot ist dicht bevölkert, und rund 40.000 Menschen sind in der Sportballindustrie beschäftigt. Die Betriebe in der Sportballherstellung werden immer wieder entschuldigt, schlechte Löhne zu zahlen, schlechte Arbeitsbedingungen zu bieten und Kinder illegal zu beschäftigen. Diese werden zur Arbeit gezwungen, weil die Löhne der Erwachsenen oft nicht ausreichen, eine Familie zu ernähren.

 

Bitte teilen Sie uns mit, wie sich die Lebenshaltungskosten in Sialkot im Laufe der letzten 10 Jahre tatsächlich entwickelt haben.

 

 

Frage: Was verdient Adidas?

 

Innerhalb der letzten 10 Jahre hat sich nach unseren Informationen der Gewinn von Adidas verdoppelt. Ist das richtig? Wäre es, wenn dies stimmt nicht ratsam, ein gutes Image zu behalten und die Menschen so zu entlohnen, dass sie ihre Familien ernähren können.

 

Zitat Handelsbaltt 9.5.2012: Demnach wuchsen der Umsatz von Januar bis März um 17 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro und der Konzerngewinn nach Steuern um 38 Prozent auf 289 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr wird jetzt ein Umsatzplus um etwa zehn Prozent auf 14,6 Milliarden Euro und ein Gewinnanstieg um bis zu 17 Prozent auf 785 Millionen Euro erwartet.

 

Im Markencheck des WDR wurde auch die Fairness Ihrer Firma untersucht. Dabei war die Aussage zu Mindestlöhnen in Ihren Werken in El Salvador:

 

Zitat Markencheck 21.5.2012: Doch was ist der Mindestlohn wert, wenn er den Menschen nicht den Lebensunterhalt garantiert? Mike Pflaum von der Christlichen Initiative Romero kennt die Verhältnisse in El Salvador seit 15 Jahren. Seine Einschätzung: "Man braucht ungefähr vier Mindestlöhne, um den Grundbedarf einer vierköpfigen Familie abdecken zu können. Und das heißt nicht, dass diese Familie im Reichtum lebt, das heißt wirklich nur Grundbedarf: Essen, Trinken, Miete, Gesundheitsversorgung, Kleidung, Schule."

 

 

Frage: Was könnte Adidas ändern?

 

Wir haben eine Idee und möchten Ihnen vorschlagen, einen kleinen Teil Ihres Gewinns zusätzlich für die Entwicklung von Maßnahmen zur Verfügung zu stellen, die Kinderarbeit nachhaltig verhindert. Wir wissen nicht, ob dies ein sinnvoller Vorschlag ist und ob dadurch genug Geld zusammen kommt, um die Situation zu verändern.

 

Vielleicht wäre möglich, dass Kinder, die zur Schule gehen, „Schulgeld“ bekommen, so dass den Eltern der Verdienstausfall erleichtert wird.

 

Gern würden wir das mit Ihnen besprechen. So geht es auch in diesem Fall nicht um eine Konfrontation mit Adidas, sondern um den Versuch, einen Lösungsweg zu finden.

 

Wir hoffen sehr, dass Sie am 12. Juni in Kerpen bei der Pressekonferenz dabei sein können.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Die Aktivgruppe PEACEMAKERS

 

 

Dieser Brief wurde im Sinne der Aktivgruppe Peacemakers verfasst von Günter Haverkamp, Aktion Weißes Friedensband e.V., Tel. 0211-9945137, haverkamp@friedensband.de

 

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Fr

10

Feb

2012

Integrationsprojekt - der Kölner Stadt-Anzeiger

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So

17

Jul

2011

Ergebnisse des Integrationsprojektes

Vier SchülerInnen der Aktivgrupe FAIR WORLD stellten zusammen mit ihrer Lehrerin Bettina Henke erste Erkenntnisse des Integrationsprojektes vor. Sie hatten einen Fragebogen zum Thema Integration entworfen und ihn in ganz Kerpen verteilt. Die  SchülerInnen führten zahlreiche Interviews mit Kerpener Bürgern durch. Insgesamt wurden 350 Fragebögen ausgefüllt und zur Auswertung zurückgegeben. Die Auswertung der Fragebögen ist noch nicht abgeschlossen. Zunächst fand eine Unterteilung der Fragebögen nach Altersgruppen statt. Hier konnten die Schüler über die unterschiedliche Beteiligung der Altersgruppen berichten. In der Gruppe der 7-13 jährigen gab es sehr wenig Rücklauf an Fragebögen. Die Altersgruppe der 15 – 17 jährigen fiel zum Teil durch fremdenfeindliche Bemerkungen auf. Die 18-27jährigen gaben sehr offene Antworten und auch in der Altersgruppe 28 – 50 Jahre gab es hauptsächlich objektive Rückmeldungen. Durch besonders detaillierte Antworten und einem klarem Meinungsbild fielen die 51 – 65 Jährigen auf, hier bestand das größte Interesse an dem Thema Integration. Die Generation 65+ stand dem Thema eher ablehnend gegenüber. Die Fragebögen werden aber auch noch nach Geschlecht und Migrationshintergrund der Befragten unterteilt und dann ausgewertet. Die endgültigen Ergebnisse präsentieren die Schüler dann in einer Presskonferenz nach den Sommerferien.

Vier SchülerInnen der Aktivgrupe FAIR MACHT MEHR stellten zusammen mit ihrer Lehrerin Bettina Henke erste Erkenntnisse des Integrationsprojektes vor. Sie hatten einen Fragebogen zum Thema Integration entworfen und ihn in ganz Kerpen verteilt. Die  SchülerInnen führten zahlreiche Interviews mit Kerpener Bürgern durch. Insgesamt wurden 350 Fragebögen ausgefüllt und zur Auswertung zurückgegeben. Die Auswertung der Fragebögen ist noch nicht abgeschlossen. Zunächst fand eine Unterteilung der Fragebögen nach Altersgruppen statt. Hier konnten die Schüler über die unterschiedliche Beteiligung der Altersgruppen berichten. In der Gruppe der 7-13 jährigen gab es sehr wenig Rücklauf an Fragebögen. Die Altersgruppe der 15 – 17 jährigen fiel zum Teil durch fremdenfeindliche Bemerkungen auf. Die 18-27jährigen gaben sehr offene Antworten und auch in der Altersgruppe 28 – 50 Jahre gab es hauptsächlich objektive Rückmeldungen. Durch besonders detaillierte Antworten und einem klarem Meinungsbild fielen die 51 – 65 Jährigen auf, hier bestand das größte Interesse an dem Thema Integration. Die Generation 65+ stand dem Thema eher ablehnend gegenüber. Die Fragebögen werden aber auch noch nach Geschlecht und Migrationshintergrund der Befragten unterteilt und dann ausgewertet. Die endgültigen Ergebnisse präsentieren die Schüler dann in einer Presskonferenz nach den Sommerferien.

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Di

01

Jun

2010

Angst-Orte-Aktion in Kerpen

27.5.2010 - In Kerpen haben die Jugendliche der Realschule ihre Angst-Orte-Aktion abgeschlossen. Die Aktivgruppe Fair Friends hat ihre “Mauer des Sprechens” der Bürgermeisterin Marlies Sieburg und der Gleichstellungsbeauftragten Ursula Schlößer und den Dialog begonnen.

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Mi

31

Dez

2008

2008

Newsletter

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Mo

31

Dez

2007

2007

Newsletter

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Sa

30

Dez

2006

2006

Newsletter

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Di

31

Jan

2006

Rap gegen Kinderprostitution

 

Pädophile laden sich Filme aus dem Netz/
darauf sieht man kleine Mädchen beim Sex.
Wer kann mir sagen, wer zum Opfer fällt/
und warum wird so oft das Verfahren eingestellt?
Manche Mädchen begehen sogar Selbstmord/
sie hoffen, es geht besser an ’nem anderen Ort.
Die meisten von ihnen haben ’ne psychische Störung.
Das fordert von uns allen wirklich echte Empörung.
Plötzlich infizier’n sie sich mit Aids und sonst was/
nehmen Drogen, kacken ab, das ist doch echt krass.

 

Refrain:
Ein erzwungener Liebesakt
danach fühlst du dich dreckig und nackt.
Du stehst an der Straße mit gesenktem Gesicht
und siehst die Welt im dunklen Licht.

 

Bitte Leute fangt an – in die Gänge kommt,
damit jede von ihnen eine Hoffnung bekommt.
Fangt sofort an zu protestieren/
wir dürfen diesen Kampf auf keinen Fall verlieren.
Ihr Schicksal liegt auch in unserer Hand/
wenn’s sein muss, spray ich es an jede Wand.
Ich allein bin jemand, auf den keiner hört/
doch halten wir zusammen wird das Verbrechen zerstört.
Ich hoffe dieser Text hat euch zum Nachdenken gebracht/
und ich hoffe: Da draußen wird jetzt auch was gemacht.

 

Refrain…

 

Ich versteh die Welt nicht mehr,
viele Mädchen werden gezwungen zum Geschlechtsverkehr.

Man hat ihnen die ganze Kindheit geraubt,
denn ein Perverser hat ihnen das Leben versaut.
Woll’n sie es? Sie wurd’n von keinem gefragt,
niemand hat ihnen was darüber gesagt.
Sie leben in Armut, Angst und Not
von ihren Zuhältern bekommen sie nur Wasser und Brot.
Ich habe 2 Mädchen auf der Straße geseh’n,
Sie sahen schrecklich aus, ich wusste sie haben dies Problem!


Refrain…

 

Deutschland mach endlich die Augen auf/
kleine Mädchen werden da draußen in der Welt missbraucht.

Sie leben ohne Eltern und ohne Heimat/
das, was ich hier sag, ist die pure Wahrheit.
Deutschland, was ist bloß los mit dir?/
Wartest du darauf, bis die Kinder krepieren?
Die meisten von ihnen sind so 9 und 10/
noch mit 8 hatten sie ein schönes Leben.
Deutschland das ist doch nicht mehr normal/
warum tut keiner was, ist `s euch allen egal?

 

Refrain…

 


Kinderprostitutions-Rap
der Aktivgruppe „Amigos unidos“, Kerpen

zur NEIN-Aktion gegen Kinderprostitution Januar 2006

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Sa

31

Dez

2005

2005

Newsletter

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Fr

30

Sep

2005

Aktion Rote Hand auf dem Marienfeld

Die 30 Schülerinnen und Schüler der Aktiv-Gruppe "Menschenrechte" hatten sich viel vorgenommen: Sie überzeugten alle bis hin zu ihrem Schulleiter. Peter C. Wurthmann übernahm die Begeisterung und viele Aufgaben. Trotz seines stressigen Jobs sprach er alle anderen Schulleiter in Kerpen an und konnte auch sie begeistern.

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Di

08

Feb

2005

Kleines Geld für große Not - 3. Bericht

Hamburg

Die Klasse 8a des Goethe Gymnasiums hatte eine Schülerfirma gegründet und Klemmbretter, Ordner, Lesezeichen und Tontöpfe im Kunstunterricht hergestellt - sehr kreativ! Der Verkauf vor Weihnachten war aufregend und spaßig und wir haben einen großen Gewinn gemacht. Da so viele Menschen obdachlos sind in Asien und sehr leiden, spenden wir unseren Gewinn an die Flutopfer dort! Wir tun dies sehr gerne, um diesen Menschen, die es wirklich nötig haben, zu helfen! Das Gute ist, dass wir nicht nur viel gelernt haben für unsere Zukunft, sondern auch, dass die Schülerfirma jetzt auch einen schönen Sinn bekommen hat!!! mehr
 

München

Wir haben spontan in unseren Familien Spenden gesammelt. Es kamen 320,90 € zusammen, Die Klasse 5b des Bertolt-Brecht-Gymnasiums
 

Berlin 3

Auch die Schüler der Lina-Morgenstern-Oberschule in Berlin-Kreuzberg haben in zahlreichen Aktionen ( Faschingsfest, Kuchenverkauf,Tombola, Sammelaktion der SV, Einnahmen am Tag der offenen Tür) 528,40 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe gesammelt.

 

Köln

Eine interesssante Aktion im Schokoladenmuseum, die 750 Euro einbrachte. mehr

 
 

Remels / Ostfriesland


Eine Auktion, auf der wir selbstgemalte Bilder ver-steigern, das war unsere gemeinsame Idee. mehr
 

Rulle

In der St. Bernhard Schule in Rulle/Wallenhorst wurden im Gottesdienst fast 500€ gesammelt. mehr

 

 

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Di

08

Feb

2005

Kleines Geld für große Not - 2. Bericht

Köln

Die jüngeren Kinder brachten die Idee ein, Waffeln zu backen und diese auf dem Flohmarkt zu verkaufen. Kinder und Eltern backten zudem Kuchen. Die Kinder durchsuchten ihre Kinderzimmer und überlegten sich genau, was am besten zu verkaufen wäre. mehr

 

Bremen

Thea, Helen und Paula fragten den Fleischer, ob er die Aktion "Kuchenessen für die Kinder der Flutkatas-trophe" unterstützt. mehr
 

Melle

Das KinderrechtsTeam aus Melle ist vom Ministerpräsidenten von Niedersachsen ausgezeichnet worden. mehr
 

Hamburg

Schüler, Eltern und   Lehrer der Gesamtschule Harburg werden am 9.3 einen Tag lang zu Gunsten der Flutopfer in der Region Aceh aktiv. Sie werden an diesem Tag auf vielen Straßen und Plätzen Harburgs unterwegs sein, um Geld für den Wiederaufbau einer Schule im Gebiet Aceh zu sammeln.

 

Ruppach

Die Kinder helfen den Eltern und haben schon 70,63 € zusammengebracht. Diese Aktion soll bis zur Entlassung der Kinder im Sommer 2008 laufen. mehr
 
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Fr

28

Jan

2005

Kleines Geld für große Not - Ergebnisse

Berlin 1

Die Löcknitz-Grundschule in Berlin-Schöneberg war die erste Schule, die bei der Aktion mitmachte. Gleiche mehrere Klassen haben sich was einfallen lassen. mehr

 

Ein Vater

An meinem 44. Geburtstag haben meine Töchter Paulina (9) und Philine (6),sowie mein Neffe Marcel (8) ein Spiel veranstaltet. mehr
 

Berlin 2

Die gut 400 Kinder der Mary-Poppins-Grundschule belegten täglich leckere Brötchen belegt und überwiesen 2.230€ für den Aufbau von Schulen. mehr
 

Burgdorf

Die SchülerInnen der Gudrun-Pausewang-Grundschule klebten Tüten - der Verkauf brachte 77,12 € zusammen . mehr
 

Overrath

Die 8. Klasse des Paul-Klee-Gymnasiums redeten über "Recht auf Bildung" und handelten: Mehr als hundert Euro kamen für das Projekt "El Taipy" in Bolivien zusammen. mehr
 

Bienenbüttel

Mit einer Sonderausgabe ihrer Schülerzeitung nahmen sie 197 Euro ein . Die 4. Klasse der Grundschule Bienenbüttel

Die Presse berichtete
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Di

04

Jan

2005

Kleines Geld für große Not - Somalia

Auch Afrika betroffen
 
Die Flutwelle im Indischen Ozean hat auch vor dem afrikanischen Kontinent nicht Halt gemacht. In Somalia sind etwa 298 Menschen ums Leben gekommen, ca. 17.000 wurden obdachlos. Insgesamt sind über 54.000 Menschen in Somalia direkt von der Flut betroffen – vor allem Kinder, Frauen, ältere Menschen und Fischer. Viele Gebäude, darunter Schulen, wurden zerstört.


Projekt zerstört
 
Die Flut hat auch ein Kran-kenhaus in Boosaaso/ Region Puntland getroffen. Das "General Hospital Maternity" ist das einzige Mutter-Kind-Krankenhaus in Somalia. Es wird vom Verein stop mutilation unterstützt. In jahrelanger Arbeit hat er das Krankenhaus mit medi-zinischen Geräten ausge-stattet und als Geburtsklinik mit Fachpersonal eingerich-tet. Es betreut vor allem Mädchen und junge Frauen, die von der in Somalia üblichen weiblichen Beschnei-dung betroffen sind.

Denn unter den Folgen der Beschneidung – bei der die weiblichen Genitalien ver-stümmelt werden – leiden viele Frauen noch Jahre später, vor allem bei Schwangerschaft und Geburt kommt es häufig zu lebensbedrohlichen Kom-plikationen. Mit Auf-klärungskampagnen ver-sucht das medizinische Personal die Patientinnen zu überzeugen, ihre Töchter nicht beschneiden zu las-sen.

Die Partnerorganisationen vor Ort heißen SOWDA und DANDOR. Zurzeit ist das Krankenhaus auch ein Zentrum der Hilfe für die Flutopfer der Region.


Der Verein stop mutilation kämpft seit 1996 gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen in Somalia und in Deutschland. Er unterstützt Bildungs- und Gesundheits-projekte in Somalia sowie den Wiederaufbau des Landes nach 14 Jahren Bürgerkrieg. Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Einrichtung des Kran-kenhauses im Jahr 2001 mit 71.000 DM gefördert.
 
2004 hat sich stop mutilation gemeinsam mit GTZ, TERRE DES FEMMES, (I)NTACT, Plan International, FIDE, TABU, FORWARD und der Landes-schülerInnenvertretung NRW an unserer Initiative "Nein zu Beschneidung von Mädchen" beteiligt.
 

stop mutilation e.V.
Gustorferstr. 12
40549 Düsseldorf
Fon:   0211-5 06 57 45
Mobil: 0162-8 57 83 07
j.cumar@stop-mutilation.org
www.stop-mutilation.org

Spendenkonto:

stop mutilation e.V.
Stichwort: Flutopfer
Dresdner Bank AG
BLZ 300 800 00
Konto-Nr. 0160443000  

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Fr

31

Dez

2004

2004

Die Newsletter

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Di

28

Dez

2004

Kleines Geld für große Not

Flutkatastrophe

 

Kinder und Jugendliche
werden aktiv

 

Kleines Geld für große Not

 

Die Sammelaktion war ein großer Erfolg: Etwa 100 Schulen sammelten fast 40.000 €.

Ein großer Dank an alle Beteiligten!

 
Bei der Flutkatastrophe in Südasien sind besonders viele Kinder unter den Opfern. Die überlebenden Kinder haben oft ihre Eltern verloren und leiden unter den Folgen der Verwüstung wie Hunger, Wassermangel und Krankheiten.

Kinder in Deutschland sehen diese schrecklichen Bilder, fühlen sich hilflos und möchten etwas tun. Die Initiative "Kleines Geld für große Not" gibt ihnen die Möglichkeit, aktiv zu werden. Das Kinderhilfswerk terre des hommes und Aktion Weißes Friedensband fordern Kinder und Jugendliche auf: "Fragt eure Eltern und Großeltern, eure Verwandten und Freunde nach dem Kleingeld, das sie im Portmonee haben. Bittet sie, bei der Aktion mitzumachen." Doch Kinder und Jugendliche können noch mehr tun: Sie können mit Aktionen den Menschen in Südasien helfen. Ob selbstgebackenen Kuchen verkaufen, Autos waschen, einen Flohmarkt organisieren... der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!


Wir bitten Lehrerinnen und Lehrer, sich mit ihren Klassen an der Aktion zu beteiligen. Geben Sie den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu helfen. Ideen und Digitalfotos der Aktionen werden auf die Webseite www.friedensband.de/suedasien gestellt - als Bestätigung für die einen, als Ansporn für die anderen.
terre des hommes hat speziell für diese Sammelaktion ein Stichwort eingerichtet: "Kids für Südasien".

Die Sammelaktion für Südasien ist langfristig angelegt. Wir werden so früh wie möglich Partnerschaften anbeiten. Aber noch sind die Helferinnen und Helfer ausschließlich mit der unmittelbaren Hilfe beschäftigt. und wird mit Inhalten gefüllt. Dialog direkt! - Das journalistische Schulprojekt von Aktion Weißes Friedensband möchte das Wissen über die betroffenen Länder und die Situation der Menschen dort fördern.
Mit diesem Sammelaufruf sprecht Ihr die Erwachsenen an (Vorder- und Rückseite). Er wird in der ersten Januarwoche gedruckt.
 
Schickt uns Eure Tipps und Fotos von Euren Aktionen. Schickt sie an aktion@friedensband.de . Einige Beispiele findet Ihr unter Aktiv werden .
 
 

Neujahrsrede von Bundeskanzler Schröder:

 
"... Ich habe von der Dimension des Leidens gesprochen, der wir gerecht werden müssen und zwar jeder an seinem Platz. Die Staaten, die Regionen, die Wirtschaft und die ganze Weltgesellschaft. Ich möchte nachhaltige Hilfe für die Region. Ich will, dass wir uns lange verantwortlich fühlen. Alle wohlhabenden Länder sollten Partnerschaften für den Wiederaufbau bestimmter Regionen übernehmen.

Ich stelle mir vor, dass sich die großen Industrieländer für jeweils ein Land verantwortlich fühlen. Auch Deutschland. Unsere Bundesländer für entsprechende Bezirke. Unsere Städte für Städte und unsere Dörfer für Dörfer. Unsere Wirtschaft könnte helfen. Hilfe würde so sichtbar und ganz konkret. Deutsche Schulen und ihre Kinder könnten Patenschaften für Schulen dort übernehmen. Unterstützt von ihren Eltern.

Das würde zeigen, dass wir über das Spenden von Geld - das gewiss wichtig ist - weit hinaus wollen. Dass wir Verantwortung als etwas Dauerhaftes begreifen.

Die Bundesregierung wird den Freunden in der Europäischen Union eine solche Strategie nachhaltiger Partnerschaft vorschlagen. Jedes Land unseres reichen Kontinents könnte so Verantwortung zeigen, Menschlichkeit konkret beweisen..."

aus:
Neujahrsansprache von Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Jahreswechsel 2004/2005
Fr, 31.12.2004
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