Faire Fußbälle

Kinder nähen unsere Fußbälle

Das hat uns sehr beschäftigt. Wir hatten den Film BALLJUNGS gesehen, in dem zwei Jungs, so alt wie wir, heimlich auf dem Dach Fußbälle nähen. Sie zeigen die Marken: Darunter sind Adidas, Puma, Nike. Das war 1999 - so alt ist der Film schon! Eigentlich hatten wir gedacht, dass es so was nach dem Verbot von Kinderarbeit in Pakistan nicht mehr geben kann. Aber der SPIEGEL recherchierte 2010 und stellte fest, dass es immer noch funktioniert - heimlich natürlich. Und die Journalisten stellten fest, dass die Kinder, die nicht mehr bei den Fußballherstellern arbeiten dürfen, in viel schlechteren Situationen arbeiten müssen. Das wollen wir ändern.

 

Das hat uns sehr beschäftigt. Wir hatten den Film BALLJUNGS gesehen, in dem zwei Jungs, so alt wie wir, heimlich auf dem Dach Fußbälle nähen. Sie zeigen die Marken: Darunter sind Adidas, Puma, Nike. Das war 1999 - so alt ist der Film schon! Eigentlich hatten wir gedacht, dass es so was nach dem Verbot von Kinderarbeit in Pakistan nicht mehr geben kann. Aber der SPIEGEL recherchierte 2010 und stellte fest, dass es immer noch funktioniert - heimlich natürlich. Und die Journalisten stellten fest, dass die Kinder, die nicht mehr bei den Fußballherstellern arbeiten dürfen, in viel schlechteren Situationen arbeiten müssen. Das wollen wir ändern.

 

DFB und Intersport

Wir wollten das klären. Einerseits wollten wir vom DFB erfahren, wie er das Problem sieht. Aber der fair gehandelte Fußball, den wir ihnen geschickt haben, kam leer zurück. Wir hatten darum gebeten, als Zeichen dafür, dass sie mit uns gegen Kinderarbeit kämpfen, den Ball zu unterschreiben. Das hat uns schon sehr enttäuscht. Noch schlimmer für uns war, dass da einfach ein vorgedruckter Brief beilag, der zeigte, dass die unseren Brief gar nicht gelesen hatten.

Genauso lief es mit Intersport. Wir alle kaufen das, was wir brauchen, dort ein. Und wir dachten, dass es doch möglich sein sollten, fair gehandelte Fußbälle ins Sortiment aufzunehmen. Wir wurden vertröstet - Antworten bekamen wir nicht.

 

Adidas, Nike und Puma

Jetzt packen wir das Problem noch einmal anders an. Wir fragen die Hersteller selbst. Können Sie uns wirklich zusichern, dass Kinderarbeit nicht in ihren Fußbällen steckt? Noch wichtiger: Können die Kinder ihrer Arbeiter zur Schule gehen? Dazu würde ja gehören, dass sie so viel verdienen, dass die Kinder zur Schule gehen können! Und dann ist noch die Frage, ob es überhaupt genug Schulen gibt und wie teuer es ist, zur Schule zu gehen. Wir sind gespannt, ob wir von den Firmen ernst genommen werden.

 

Pressekonferenz am 12.6.

Gemeinsam mit FRIEDENSBAND organisierten wir eine tolle Pressekonferenz am 12.6. in unserer Schule. Dazu hatten wir die Hersteller eingeladen und zwar Adidas, Puma und Nike. Aber von denen ist keiner gekommen. Aber auch ohne sie ging es gut, denn wir hatten ja viele Informationen. Radio Erft und die Kölnische Rundschau berichteten. 

 

Das Team von FRIEDENSBAND hat die Pressekonferenz dokumentiert und hier zum Ansehen bereit gestellt.