• LAND OHNE ANGST

    Wir leiden unter globalen Krisen, unter düsteren Klimaprognosen und unter Gewalt in der Gesellschaft. Das macht uns Angst, über die wir kaum sprechen können. Noch mehr sind unsere Kinder davon betroffen. Allerdings sind sie im Gegensatz zu uns nicht fähig, daran etwas zu ändern. Die Erwachsenen hindern sie daran. Hier sollen Erwachsene und Kinder gemeinsam ein LAND OHNE ANGST schaffen können.

    Angst warnt uns vor Gefahren

    Wir kennen es: Wenn der LKW um die Ecke kommt, ist es gut, Angst vor ihm zu haben und sich zu schützen. Das gilt auch für andere Situationen und vor allem vor Menschen. Leider sind es oft nicht die LKW, sondern die Menschen, die für uns ein Problem darstellen und uns Angst machen. Weiterlesen

    Angst lähmt die Gesellschaft

    Es heißt, dass die Deutschen besonders ängstlich sind: German-Angst nennt man das. Vielleicht haben die vielen Kriege und die schrecklichen Erfahrungen uns so tief verletzt, dass Angst zu unserer Gesellschaft gehört. Das ist nicht gesund und wir sehen uns nach einem angstfreien Leben. Weiterlesen

    Angst macht Macht

    Ob Religion, Politik oder Werbung: Es gibt viele Beispiele, wie Angst als Mittel eingesetzt wird. Das macht folgsam und lässt uns „richtig“ wählen und kaufen. Davon sollten wir uns freimachen, damit ein Land ohne Angst entstehen kann. Weiterlesen

    Gemeinsam gegen Angst

    Uns fehlt die schützende Gemeinschaft, die uns Sicherheit gibt. Wir sind vereinzelt und fühlen uns schutzlos. Aber wir sind viele und können uns zusammentun – dann sind wir stark und fühlen uns sicher.

    Das ist die Grundlage

    Eine Gesellschaft, in der Frauen und Kinder Angst haben müssen, macht eine Menge falsch. Bei uns müssen Frauen Angst haben, nachts auszugehen und noch schlimmer: Nicht wenig Kinder haben Angst vor der eigenen Familie!


  • Aktiv gegen Angst

    Ein LAND OHNE ANGST ist möglich – wenn wir uns gemeinsam dafür einsetzen. Das kann uns auch einige liebgewordene Gewohnheiten kosten. Wir gewinnen aber ungeheuer viel, wenn wir uns einbringen.


    Die etwa 100 Aktionen, die wir mit Jugendlichen durchgeführt haben, führten zu einer kurzen und prägnanten Formel: „LAND OHNE ANGST“.

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    Die Jugendlichen hatten einfach die Nase voll von der Gewalt, denen sie durch die Erwachsenen ausgeliefert waren und sie wollten nun endlich ohne Angst leben. Video, Presseerklärung

    Aktionen von Friedensband

    Die Aktionen sind teilweise in anderen Schulen wiederholt worden. Hervorgehoben haben wir nur die besonderen Aktionen.

    2021 Kinderschuhe mit erschütternden Botschaften in einem Baum – bei der Aktion SCHUTZBAUM machten Kinder auf ihre Not in der Corona-Zeit aufmerksam.

    2016 Der Kongress der geflüchteten Jugendlichen. Es war, da waren sich auch Politik und Medien einig, eine herausragende Leistung der gerade Angekommenen. Der Film

    2015 Sprachprojekt „WIR SIND HIER“ – Grundschule, Realschule und Flüchtlingsklasse sammelten Sprichwörter aus ihrem Land und trugen sie in beiden Sprachen vor. Ein Film entstand

    2014 Projekt „Zukunft – eine Falle?“. Im Jugendclub VILLA in Mönchengladbach präsentierten ihre Ideen und Forderungen der Bezirksbürgermeisterin.

    2013 Am Ende einer 10teiligen Workshopreihe entstand auf Wunsch der Mädchen einer Klasse ein Spot gegen sexuelle Gewalt. Der Spot

    2011 Fünf Schulklassen durften fünf Tage lang im Landtag NRW die Abgeordneten zum Thema sexuelle Gewalt ansprechen, interviewen und sie zur MAUER DES SPRECHENS bitten.

    2010 Das Ergebnis der Aktion Angst-Orte-suchen wurde im Rathaus Kerpen vorgestellt. Die Bürgermeisterin, Polizei und Jugendamt waren ebenso begeistert wie die Medien.

    2010 Atomkraft: Zusammen mit einer Gymnasialklasse erarbeiteten wir in 8 Workshops das Wissen. Die Aktion überraschte Bundeskanzlerin und europäischen Kommissar.

    2009 Zu Weihnachten baten die Jugendlichen die Erwachsenen, den Kindern ein gewaltfreies Weihnachten zu schenken. Für viele wäre das das schönste Geschenk.

    2009 LAND OHNE ANGST wurde auf dem Rheinturm in 170 m Höhe, hoch über Düsseldorf, gegründet. Die Jugendlichen verfassten eine Resolution.

    2009 Zahlreiche Aktionen mit der MAUER DES SPRECHENS an verschiedenen Schulen in Kerpen, Düsseldorf, Köln und Neuss.

    2009 TV-tivi dreht mit dem Logo-Team in Kerpen die MAUER DES SPRECHENS. Das gab weiteren Auftrieb für die Aktoiopmn

    2009 Evang. Kirchentag Bremen: Jugendliche aus Kerpen unterstützten unseren Stand mit der MAUER DES SPRECHENS, die wir gemeinsam entwickelt hatten.

    2008 Flughafen Düsseldorf: Die Verwaltung bittet um Wiederholung der Aktion, weil sie von Passagieren so positive Rückmeldung bekommen hatten.

    2008 Favour (17), in Nigeria schweren Vergewaltigungen ausgesetzt, soll mit 18 abgeschoben werden. Die Jugendlichen sammelten und sorgten für Öffentlichkeit. Sie blieb.

    2007 Kerpener Jugendliche besuchten alle Reisebüros und gaben ihre selbstentwickelten Flyer gegen sexuelle Gewalt mit der Bitte um Weitergabe an die Kund*innen.

    2007 Flughafen Düsseldorf: 30 Jugendliche konnten Passagiere ansprechen und um Mithilfe bitten, sexuelle Gewalt an Gleichaltrigen zu verhindern.

    2007 Mit einem Flashmob gegen sexuelle Gewalt überraschten die Kerpener Jugendlichen die Menschen in Geschäften, Banken und Gaststätten.

    2006 Susanne Osthoff wurde entführt und niemand solidarisierte sich mit ihr. Unzählige Jugendliche setzten sich in unserer bundesweiten Aktion für sie ein.

    2006 Zur WM verkauften die Kerpener Jugendlichen 122 fair gehandelte Bälle in den Public Viewings und wurde im Gepa-Wettbewerb deutscher Meister.

    2006 Rap gegen sexuelle Gewalt – die DVD mit dem erschütternden Text verschenkte sich gut. Die Band trat damit am Aktionstag auf. Text

    2006 Zwei Wochen gegen sexuelle Gewalt an der Realschule Kerpen. Jeder Tag mit Aktionen, selbstgemachten Flyern und Aktionen. Zum Schluss eine dreistündige Veranstaltung.

    2004 Lehrkräften erhielten täglich einen Bericht der Tagesschau, aufbereitet für den Unterricht mit Quellen aus verschiedenen Ländern und mit Aktionsmöglichkeiten.

    2003 Das weiße Friedensband entstand als Antwort auf den nahenden Golfkrieg. In den vielen Gesprächen mit Jugendlichen lernten wir, was zu tun ist.



    Flughafen Düsseldorf

    Zweimal, 2007 und 2008 durften wir mit 30 Jugendlichen die Passagiere auf sexuelle Gewalt ansprechen. Die Jugendlichen hatten wir in rote Roben gekleidet, um sie zu schützen und sie konnten ihre selbstgemachten Flyer verteilen.


    Reisebüros einbinden

    Das hat geklappt: Alle Reisebüros von Kerpen wurden von den Jugendlichen besucht und gebeten, ihre selbstgemachten Flyer an Reisende mit bestimmten Zielen zu geben. Wer das wirklich umgesetzt hat, erhielt eine Urkunde.


    Flashmob gegen Gewalt

    Die Jugendlichen in Kerpen zogen laut durch Geschäfte und Banken und erklärten den verduzten Erwachsenen ihre Sicht auf Gewalt gegen Frauen.


    Angst-Orte suchen

    Jugendliche beschäftigten sich mit den Orten, wo ihnen mulmig zumute wird. Jungen erfahren dabei von Mädchen, wie ihr „normales“ Verhalten auf sie wirkt. Eine spannende Dialogaktion, in der beide lernten, über Ängste zu sprechen. Bürgermeisterin und Polizei waren begeistert von den Lösungsvorschlägen der Jugendlichen.


  • Frauen ohne Angst

    Frauen wagen nicht, durch einen Park zu gehen, meiden bestimmte Straßen, vor allem nachts. Der Spießrutenlauf,, den Mädchen und Frauen täglich erleben, pfeifende Männer , die mit vielsagenden Blicken und Sprüchen einschüchtern. Männer nehmen keine Rücksicht auf Kinder und Jugend.

    Verändert die Gesellschaft

    Stellt euch vor, wir Männer würden uns überall, wo Frauen und Mädchen beleidigt und klein gemacht werden, mutig aufstehen und deutlich unsere Meinung sagen. Das wäre doch nur gerecht, oder?


    Keine Partei unter 50 Prozent Frauenanteil

    Der Anteil der Frauen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene sinkt. Wie soll sich etwas ändern, wenn ein großer Teil der Kompetenz nicht mit am Tisch sitzt? Alle Parteien müssen den Frauenanteil von 50 Prozent erreichen. Hier einige Fakten

    „White-Ribbon“

    Die White-Ribbon-Kampagne ist eine internationale Männerbewegung, die sich für die Beendigung der Männergewalt in Beziehungen, sprich gegen häusliche Gewalt von Männern einsetzt. Frauen tragen es, weil sie genau das einfordern. Bestellen

    Die „Mauer des Sprechens“

    Die Diskussion ist befreiend, für alle Generationen. Schon beim Beschreiben der Steine beginnt der Prozess, der sich dann fortsetzt. Schreiben, Lesen, Lernen. Dabei wird gelacht und geweint. Weiterlesen


  • Kinder ohne Angst

    Verändert die Gesellschaft

    Stellt euch vor, Kinder können unschuldig und fröhlich aufwachsen und kein Erwachsener nutzt ihre Naivität aus. Das wäre doch schön, oder?

    Wie soll das klappen, wenn Kinder in unserer Gesellschaft nichts zu sagen haben und die Erwachsenen alles, aber auch wirklich alles, falsch machen? Wie verzweifelt müssen sie sein, wenn sie passiv zusehen müssen, wie wir ihre Zukunft zerstören.

    Kinder sollen sich wohl fühlen

    Die Prämisse unseres Handeln muss wieder das Wohl der Kinder sein. Die meisten von uns haben doch selbst schlimme Dinge in der Kindheit erlebt. Lasst uns zusammen einen Baum suchen, einen Schutzbaum

    Kind sein – wie in den Niederlanden

    Bei unseren Nachbarn haben Kinder einen ganz anderen Stellenwert. Alle Städte haben Kinderräte und Kinderbürgermeister*innen. Der nationale Kinderrat berät die Regierung. Krankenhäuser haben einen Kinderrat.

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    Der Gesundheitsminister fragte 2018 den Nationalen Kinderrat, was er gegen sexuelle Gewalt an Kindern tun könne. Er bekam von den 10Jährigen verblüffend logische Antworten.


    Praktisch alle Kommunen haben Kinderräte und Kinderbürgermeister*innen die ganz mitsprechen dürfen. Ein Bürgermeister, gefragt, was das bringt: „Im Rat wird jetzt gelacht und Ratsleute, die Lachen, entscheiden besser.“


    In Krankenhäusern sind die Kinder Vermittler. Sie bringen Erfahrungen mit als Betroffene und beraten. Sie sorgen für verständliche Flyer und mehr Empathie… und helfen Geld sparen!


    Wir sahen, dass die Menschen in den Niederlanden die Kinder anders sehen als wir.

    Aber die Niederlande haben auch einen Vorteil: Sie haben die Prinzessin Laurentien. Die begann vor 20 Jahren zusammen mit UNICEF mit Beteiligungsprojekten – mit 10Jährigen Kindern. Sie sagt, dass ihre WARUM-Fragen wichtig sind, wenn wir unsere Welt verändern wollen.

    Bild: In einem Hotel können die Kinder an der Theke beim Einchecken alles mitbekommen. „Kids check in“ bedeutet, die Kinder werden ernst genommen.


    Seid ihr an einem Workshop zu Kinderbeteiligung in den Niederlanden interessiert? team@land-ohne-angst.de

    Macht die Aktion „SCHUTZBAUM“

    Wir brauchen einen Zufluchtsort, der uns ein Gefühl der Sicherheit gibt und wo wir uns gegenseitig stärken können. Dafür haben wir eine Aktion entwickelt, in der natürlich die Kinder die Hauptrolle spielen. Bei unserem SCHUTZBAUM haben uns die Botschaften der Kinder erschüttert.

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    Kinderschuhe suchen

    Alte Kinderschuhe finden Eltern schnell untereinander und Kinder können dabei helfen. Sie sind der Hingucker. Alle bleiben neugierig beim Baum voller Kinderschuhe stehen.

    Kleiner Workshop zu Beginn

    Wir sprachen über die Rechte, die Kinder weltweit und hier haben und die Möglichkeiten, sich helfen zu lassen, also Schutz zu suchen. Spannend waren auch hier schon die Fragen der Kinder.

    Hohe Konzentration

    Die Kinder der Grundschulklasse schrieben ihre Botschaften auf ein kleines Kärtchen, manche brauchten drei, viel Karten und diskutierten dabei intensiv miteinander.

    Lesen und lernen

    Der Baum wurde schnell zu einem Mittelpunkt. Zahllose Eltern waren entsetzt und fragten sich, ob ihre Kinder auch so denken. Es wurde diskutiert und die Botschaften der Kinder fanden rührende Antworten.

    Also: Bitte macht einen SCHUTZBAUM

    Sucht einen Baum, dessen Zweige niedrig genug hängen, stark genug sind, viele Kinderschuhe und Botschaften aufzunehmen. Er soll gut erreichbar sein und eine einladende Umgebung haben.

    Unser E-Book zur Aktion SCHUTZBAUM

    Wir empfehlen, Schulaktionen mit dem Bookcreator durchzuführen, der die Zusammenarbeit mit Schüler*innen fördert.

    Hier haben wir ihn genutzt, um die Aktion darzustellen. Ihr könnt es auf allen Geräten lesen. Klickt einfach hier

    Einige Botschaften der Kinder

    Es waren vor allem die Gespräche der Kinder untereinander, die uns erschreckten. Sie haben mit großer Ernsthaftigkeit von der Gewalt gesprochen, die sie erleben und sie bestärkten sich gegenseitig, dass das nicht in Ordnung war.


    Kommt in die Chatgruppe

    LAND OHNE ANGST bei Signal

  • Kinder aktiv